Kompetenzentwicklung durch Forschendes Lernen?

Überlegungen zur Funktion von Studienprojekten im Fach Geschichte anhand empirischer Befunde

  • Thomas Must Universität Bielefeld

Abstract

Dieser Aufsatz bedient sich vorliegender Befunde aus einem seit 2016 laufenden Forschungsprojekt in der Geschichtsdidaktik Bielefeld, in dem die Entwicklung domänenspezifischer Kompetenzen für das Fach Geschichte untersucht wird. Dabei werden narrative und hermeneutische Kompetenzen – als zentrale Kernkompetenzen angehender Geschichtslehrer gesehen – mithilfe von Testbögen im Zuge eines Pre-Post-Follow up-Verfahrens in lehramtsbezogenen und auf das Praxissemester gerichteten Veranstaltungen getestet. Die Didaktik stellt sich die Frage, wie weit besagte Kompetenzen bereits bis zum Masterstudium ausgebildet sind und inwiefern sie sich durch den praktischen Teil der universitären Ausbildung entwickeln? Können die vor-, nachbereitenden und begleitenden Veranstaltungen und das Praxissemester selbst diese fördern und welche Inhalte stellen geeignete Interventionen dar? Zur Beantwortung der Frage, ob Studienprojekte als Kernelement Forschenden Lernens im Praxissemester eine solche Intervention darstellen könnten, werden neben der Vorstellung relevanter Aspekte des Forschungsdesigns und -instruments bisherige Befunde herangezogen und diskutiert sowie mögliche Konsequenzen aus den Erkenntnissen generiert.

Veröffentlicht
2018-12-21
Zitationsvorschlag
Must, Thomas (2018): Kompetenzentwicklung durch Forschendes Lernen?. In: Herausforderung Lehrer_innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion, Bd. 1, Nr. 2, S. 299-314. ISSN 2625-0675. DOI: 10.4119/UNIBI/hlz-54
Rubrik
Empirische Beiträge zu Grundlagen, Rahmenbedingungen und Herausforderungen