Sprachbildung im Spannungsverhältnis zwischen fachlichem Selbstverständnis und institutionellen Rahmenbedingungen
Überzeugungen von Lehrkräftebildner*innen zur Zuständigkeit für Sprachbildung
DOI:
https://doi.org/10.11576/hlz-8394Schlagworte:
Sprachbildung, Überzeugung, Lehrerbildung, Vorbereitungsdienst, Interview, Vignette (Methode)Abstract
Studien zeigen, dass sich (angehende) Lehrkräfte nur unzureichend auf den Unterricht in sprachlich heterogenen Klassen vorbereitet fühlen. Die derzeitige Lehramtsausbildung scheint Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer noch nicht hinreichend für die Querschnittsaufgabe Sprachbildung zu qualifizieren. Bisherige Studien fokussieren Lehramtsstudierende und Lehrkräfte. Offen ist jedoch bislang, wie Lehrkräftebildner*innen des Vorbereitungsdienstes als zentrale Akteur*innen der Lehrkräftebildung und zugleich vernachlässigte Zielgruppe der Professionalisierungsforschung Sprachbildung perspektivieren. Die Studie berücksichtigt die dieser Personengruppe inhärente Doppelfunktion (Ausbilder*in im Vorbereitungsdienst und Lehrkraft im Schuldienst). Die Lehrkräftebildner*innen wurden mithilfe vignettengestützter Expert*inneninterviews zu ihren Überzeugungen zur Zuständigkeit für Sprachbildung in der Schule und der damit verbundenen Rolle des Fachunterrichts befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Sprache eine zentrale Funktion für fachliches Lernen zugesprochen wird, die damit einhergehenden Aufgaben des Fachunterrichts und der Verantwortungsbereich der Fachlehrkräfte jedoch unterschiedlich bewertet werden. Die Überzeugungen zur Querschnittsaufgabe Sprachbildung bewegen sich dabei in einem Spannungsverhältnis zwischen fachlichem Selbstverständnis und institutionell-systemischen Rahmenbedingungen. Aus den Befunden werden abschließend Implikationen für die fächerübergreifende Lehrkräftebildung zur Qualifizierung für Sprachbildung abgeleitet.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2026 Heidi Seifert

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.
Sämtliche Inhalte der HLZ werden freigegeben unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, Version 4.0 International (CC BY-SA 4.0). Die Urheber_innen und die Rechteinhaber_innen der in der HLZ veröffentlichten Beiträge gewähren grundsätzlich allen Nutzer_innen unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen. Unter der Bedingung, dass Autor_innen und Herausgeber_innen gemäß der Zitationshinweise sowie die Lizenz als »Lizenz: CC BY-SA 4.0« einschließlich der untenstehenden Lizenz-URL genannt werden, dürfen die Beiträge der HLZ vervielfältigt, weitergereicht und auf beliebige Weise genutzt werden, auch kommerziell und ebenso online wie in gedruckter oder anderer Form. Auch die Bearbeitung ist erlaubt unter der zusätzlichen Bedingung, dass das neu entstandene Werk als Bearbeitung gekennzeichnet wird und im Falle einer Veröffentlichung unter derselben Lizenz wie in der HLZ freigegeben wird.