Auf dem Weg zu einer fächerübergreifenden Lehrer*innenbildung
Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen und ein Studienkonzept für das Lehramt an Grundschulen
DOI:
https://doi.org/10.11576/hlz-8437Schlagworte:
Fächerübergreifender Unterricht, Interdisziplinarität, Transdisziplinarität, Selbstgesteuertes Lernen, Lehrer*innenbildungAbstract
Lehrer*innenbildung soll Studierende nicht nur in den Bezugsdisziplinen ihrer Schulfächer qualifizieren und sozialisieren und sie – fachdidaktisch – auf die Gestaltung fachlichen Lernens vorbereiten. Sie hat angesichts der zunehmenden Bedeutung darüberhinausgehender Bildungsansprüche auch die Aufgabe, ihnen inter-und transdisziplinäre Erfahrungen zu ermöglichen und sie zu befähigen, fächerübergreifende Zielstellungen, Themen und Formate in der Schule didaktisch adressieren bzw. realisieren zu können. Der Beitrag stellt Grundlagen einer fächerübergreifenden Lehrer*innenbildung und ihre exemplarische Umsetzung in einem bereits erprobten Studienkonzept zur Diskussion. Dazu werden vier Kompetenzbereiche unterschieden, die sich auf die Planung, Gestaltung und Reflexion fächerübergreifenden Lernens beziehen (Perspektivierung, Inszenierung, Aushandlung, Deutung). Fächerübergreifende Lehrer*innenbildung kann zur Bearbeitung damit verbundener Anforderungen an hochschuldidaktische Bezüge wie Interdisziplinarität, Querschnittsaufgaben und neue Formen des Studierens anschließen. Die theoretisch-konzeptionellen Überlegungen werden schließlich anhand des Studiums für das Lehramt an Grundschulen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konkretisiert. Drei obligatorisch zu belegende Module Fächerübergreifender Grundschuldidaktik sollen die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich Lehramtsstudierende systematisch mit den Anforderungen fächerübergreifenden Lehrens im Horizont der skizzierten hochschuldidaktischen Bezüge auseinandersetzen können.
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