Beim Korrigieren diagnostizieren

Sprachdiagnostische Kompetenz von Lehrkräften der Sekundarstufe II im Forschungsprojekt DIEGO

Autor/innen

  • Florian Seemann Goethe-Universität Franlfurt am Main

DOI:

https://doi.org/10.11576/hlz-8454

Schlagworte:

Lehrerurteil, Sprachdiagnostik, Leistungsbeurteilung, Aufsatzbeurteilung, Diagnose, Kompetenz, Genauigkeit, Urteil, Gymnasiale Oberstufe, Korrektur, Fehler

Abstract

Sprachbildung gilt als durchgängige Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer. Um Lernende angemessen und zielgerichtet entsprechend einem individuellen Sprachförderbedarf unterstützen zu können, müssen Lehrkräfte die sprachlichen Kompetenzen der Lernenden akkurat und differenziert diagnostizieren können. Dies ist die Grundbedingung für die Ableitung von Förderbedarf und Förderschwerpunkten. In dem vorliegenden Beitrag wird eine Studie zur sprachdiagnostischen Kompetenz von Deutschlehrkräften der Sekundarstufe II vorgestellt. Der Fokus liegt hier auf der sprachdiagnostischen Kompetenz im Bereich der Textproduktion. 51 Lehrkräfte wurden im Rahmen dieser Studie des Forschungsprojektes DIEGO gebeten, gemäß ihrer gängigen Korrekturpraxis zwei Schüler*innentexte zu bewerten und aus ihnen Förderschwerpunkte abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede und Streuungen sowie eine mehrheitliche defizitäre Akkuratheit der Urteile von Lehrkräften. In diesem Beitrag wird die Akkuratheit des Lehrkrafturteils anhand verschiedener Facetten (Fehlerzahl, Korrektur im Text, Förderschwerpunkte) mit einem Expert*innenmaßstab gemessen. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Implikationen für eine fächerübergreifende Lehrkräftebildung aufgezeigt. 

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Veröffentlicht

2026-05-22

Zitationsvorschlag

Seemann, F. (2026). Beim Korrigieren diagnostizieren: Sprachdiagnostische Kompetenz von Lehrkräften der Sekundarstufe II im Forschungsprojekt DIEGO. Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift Zur Konzeption, Gestaltung Und Diskussion (HLZ), 9(2), 153–174. https://doi.org/10.11576/hlz-8454