Digitale Souveränität fächerübergreifend fördern
Entwicklung eines Selbstlernmoduls für die gesellschaftswissenschaftliche Lehrkräftefortbildung als Theorie-Praxis-Transfer
DOI:
https://doi.org/10.11576/hlz-8456Schlagworte:
Lehrerfortbildung, Souverenität, Digitale Medien, Gesellschaftswissenschaften, Open Educational Resources, KooperationAbstract
Der Beitrag stellt eine Lehrkräftefortbildung zur Förderung digitaler Souveränität aus gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive vor, die Lehrkräfte der Fächer Geographie, Geschichte sowie Politik/Sozialwissenschaften adressiert. Die Fortbildung wurde als digitales Selbstlernmodul mit einer Bearbeitungszeit von 90 Minuten realisiert und ist vollständig als OER nachnutzbar. Ziel des Beitrags ist es, zu zeigen, wie digitale Souveränität als Gegenstand gesellschaftswissenschaftlicher Bildung und zugleich als Teil der professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften konzeptionell als Fortbildung umgesetzt werden kann. Das Selbstlernmodul wurde in einem Kokonstruktionsprozess zwischen fachdidaktischer Forschung und schulischer Praxis unter aktiver Einbindung von Lehrkräften entwickelt. Es verbindet fächerübergreifende, didaktische und reflexive Zugänge zur Analyse, Reflexion und Gestaltung digitaler Phänomene als Unterrichtsgegenstände, wie Fake News, digitale Karten oder interaktive Zeitleisten. Ausgangspunkt des didaktisch-methodischen Designs der Fortbildung ist die Verschränkung gesellschaftswissenschaftlicher Bildungsanliegen mit digitalen Fachkonzepten, offenen Bildungspraktiken und iterativen Arbeitsweisen des „Design Thinking“ zur Entwicklung anwendungsorientierter Lehrkräftefortbildungen. Der Beitrag erläutert den Entwicklungsprozess und die Struktur des Selbstlernmoduls. Die Verbindung offener Bildungspraktiken mit digitalen Lernumgebungen eröffnet dabei Potenziale, Lehrkräfte in der Entwicklung und Umsetzung eigener Unterrichtskonzepte zu unterstützen.
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