https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/issue/feed Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion 2022-10-24T07:26:20+00:00 Dr. Janka Goldan und Dr. Jan Christoph Störtländer hlz@uni-bielefeld.de Open Journal Systems <p>Das Online-Journal ‚Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)‘ veröffentlicht hochschuldidaktische Arbeiten sowie theoretische und empirische Beiträge aus der und für die Lehrer*innenbildung in allen Phasen.<br />Erprobte Konzepte und Formate aus der Lehrer*innenbildung werden zitierfähig und nachhaltig dokumentiert.</p> <p class="showOnJournalOnly"><em>Alle Beiträge der HLZ werden von zwei Fachexpert*innen und eine*r Herausgeber*in anonym begutachtet.</em></p> https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4701 Soziale Ungleichheit in der Sportlehrer*innenbildung 2022-07-15T08:22:07+00:00 Natalia Fast natalia.fast@uni-bielefeld.de Christine-Irene Kraus christine-irene.kraus@uni-bielefeld.de Laura Schreiner laura.schreiner@uni-bielefeld.de Valerie Kastrup valerie.kastrup@uni-bielefeld.de <p>Soziale Ungleichheit prägt die deutsche Gesellschaft nach wie vor. Ihre Effekte durchziehen das Bildungssystem und werden auch im Schulsport deutlich sichtbar. Deshalb müssen sich (Sport-)Lehrkräfte der Herausforderung stellen, die Auswirkungen sozialer Ungleichheit im Schulsport fachgerecht zu bearbeiten und sie bestenfalls zu kompensieren. Das Seminar „Umgang mit Heterogenität: Sportunterricht im Kontext sozialer Ungleichheit“ hat sich daher zum Ziel gesetzt, Sportlehramtsstudierende dazu zu befähigen, Wirkungsmechanismen sozialer Ungleichheit im Schulsport zu identifizieren, Schüler*innen individuell sensibel zu begegnen und damit die Reproduktion sozialer Ungleichheit zu verhindern. Im vorliegenden Beitrag werden drei dieser Sitzungen, die auf Basis des Konzepts der „reflexiven Inklusion“ von Budde und Hummrich (2013) konzipiert wurden, im Detail vorgestellt und hinsichtlich ihrer Zielerreichung evaluiert.</p> 2022-09-26T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Natalia Fast, Christine-Irene Kraus, Laura Schreiner, Valerie Kastrup https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4797 Konzeption und Evaluation einer Open Educational Ressource (OER) zur sprachlichen Förderung von Schüler*innen beim argumentativen Schreiben im Geographieunterricht im Kontext der Lehrer*innenbildung 2022-01-25T10:12:01+00:00 Saskia Steingrübl s.steingruebl@uni-koeln.de Alexandra Budke alexandra.budke@uni-koeln.de <p>Im Rahmen der Hochschullehre für Lehramtsstudierende der Geographie wurde im Zuge des BMBF-Projekts „Generalisierbarkeit und Transferierbarkeit digitaler Fachkonzepte am Beispiel mündiger digitaler Geomediennutzung in der Lehrkräftebildung“ (DiGeo) eine Open Educational Ressource zum Thema „Sprachliche Förderung beim argumentativen Schreiben im Geographieunterricht für die Lehrer*innenbildung“ konzipiert. Diese kann in Seminaren verwendet werden, um den angehenden Lehrkräften auf Schüler*innen angepasste sprachliche Fördermethoden aufzuzeigen, die sie in ihrem späteren Geographieunterricht didaktisch-begründet einsetzen können. Diese sprachlichen Unterstützungsmethoden zum argumentativen Schreiben sind relevant, um Schüler*innen dazu zu befähigen, eine Positionierung zu gesellschaftlichen Diskursen zu artikulieren. Die Open Educational Ressource (OER) bildet Lehramtsstudierende dahingehend aus, argumentative Schüler*innentexte auf sprachliche Fehler zu untersuchen, diese zu benennen und anhand dessen passendes Fördermaterial zu gestalten und didaktisch zu begründen. Der Artikel stellt die OER vor und evaluiert anhand eines dreischrittigen Auswertungsverfahrens, wie das Lernmodul „Sprachliche Förderung beim argumentativen Schreiben“ dazu beiträgt, die Kompetenzen von Studierenden bezüglich der Ausgestaltung und didaktischen Begründung von sprachlichen Fördermaterialien zum argumentativen Schreiben im Geographieunterricht auszubauen.</p> 2022-04-11T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Saskia Steingrübl, Alexandra Budke https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5233 Praxisdokumente zur Verknüpfung von Theorie und Praxis auf Basis der Professionellen Unterrichtswahrnehmung 2022-03-23T07:42:17+00:00 Nina Scholten nina.scholten@uni-muenster.de Anna Orschulik anna.orschulik@uni-hamburg.de <p>Studien zeigen, dass universitär erworbenes Wissen häufig nicht in der Schulpraxis angewendet wird und die Gefahr besteht, dass es lediglich träge Wissensbestände bildet. Demnach bedarf es praxisbezogener Lerngelegenheiten, die systematisch explizite Bezüge zwischen universitärem Wissen und der Schulpraxis herstellen und es ermöglichen, Theorie und Praxis zu verknüpfen. Um die Theorie-Praxis-Verknüpfung in der Lehre explizit zu adressieren, stellt der Beitrag ein Konzept für entsprechende Lerngelegenheiten auf Grundlage der Professionellen Unterrichtswahrnehmung vor. Die Lerngelegenheiten bestehen dabei aus drei zentralen Bausteinen: (1) Wissenschaftliches Wissen wird mit der Schulpraxis in Form von (2) Praxisdokumenten durch (3) Aufgabenstellungen, die sich auf die Subfacetten der Professionellen Unterrichtswahrnehmung beziehen (Wahrnehmen, Interpretieren, Entscheiden), verknüpft. Der Artikel offeriert konkrete Beispiele aus den Fachdidaktiken Mathematik und Geographie, in denen die Lerngelegenheiten in verschiedenen Seminaren eingesetzt wurden. Das Konzept zur Gestaltung der Lerngelegenheiten ist prinzipiell aber auf verschiedene Disziplinen der Lehrkräftebildung übertragbar und innerhalb dieser auf unterschiedliche Inhalte adaptierbar. Insgesamt zeigt sich in den Evaluationen der Studierenden, bekräftigt durch den Eindruck der Dozentinnen, dass die Lerngelegenheiten zur Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Lehrkräfteausbildung ergiebige Lernanlässe schaffen.</p> 2022-08-03T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Nina Scholten, Anna Orschulik https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4889 Professionalisierung im Lehr-Lern-Labor Seminar 2022-05-07T12:01:17+00:00 Sabrina Dahmen sdahmen@uni-wuppertal.de Angelika Preisfeld apreis@uni-wuppertal.de Karsten Damerau Karsten.Damerau@uni-flensburg.de <p>Um Lerngelegenheiten im Biologieunterricht erfolgreich gestalten zu können, benötigen angehende Lehrkräfte entsprechende professionelle Kompetenzen. Grundlage dieser Kompetenzen ist das Professionswissen, dessen Transfer in professionelles unterrichtliches Handeln eine Herausforderung für angehende Lehrkräfte darstellt. Die fachdidaktische Lehrer*innen-Selbstwirksamkeitserwartung als Element der Handlungsregulation beeinflusst diesen Transfer, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die Auswahl von Zielen und Verhaltensweisen hat. Lehr-Lern-Labor-Seminaren wird im Rahmen der universitären Ausbildung das Potenzial zugeschrieben, professionelle Handlungskompetenzen bei angehenden Lehrkräften anzubahnen und über Praxiserfahrungen in authentischen Lehr-Lern-Situationen Einfluss auf deren Selbstwirksamkeitserwartung zu nehmen. Es finden sich bisher aber nur wenige Untersuchungen zur Wirksamkeit dieser Lehr-Lernformate im Bereich der Biologiedidaktik, wobei die Frage nach Zusammenhängen zwischen professioneller Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung sowie nach der Wirkung von Lehr-Lern-Labor-Seminaren auf diese schwierig zu untersuchenden Merkmale derzeit offen bleibt. In der vorliegenden Studie wurden mit einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden im Pre-Post-Design die professionelle Handlungskompetenz sowie die Selbstwirksamkeitserwartung von angehenden Lehrkräften (N = 89) im Kontext eines biologiedidaktischen Lehr-Lern-Labor-Seminars untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das untersuchte Lehr-Lern-Labor-Seminar positive Effekte auf verschiedene Facetten der professionellen Handlungskompetenz sowie auf die Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf die Durchführung von Experimenten mit Lernenden hat. Darüber hinaus konnten nach der Teilnahme deutlichere Zusammenhänge zwischen den untersuchten Konstrukten festgestellt werden.</p> 2022-08-10T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Sabrina Dahmen, Angelika Preisfeld, Karsten Damerau https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5003 Professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften in der Schulnetzwerkarbeit 2022-07-11T06:11:03+00:00 Isabell Hußner hussner@uni-potsdam.de Julia Jennek julia.jennek@uni-potsdam.de Rebecca Lazarides rebecca.lazarides@uni-potsdam.de <p>Schulnetzwerke stellen eine effektive Möglichkeit zur professionellen Weiterentwicklung von Lehrkräften dar. Allerdings befassen sich nur wenige Untersuchungen mit der Bedeutung der Teilnahme von Lehrkräften in Schulnetzwerken für ihre professionelle Handlungskompetenz. Die vorliegende Studie hat daher zum Ziel, zu untersuchen, inwiefern die Netzwerkarbeit zwischen Schulen und Universität mit der professionellen Handlungskompetenz teilnehmender Lehrkräfte in Zusammenhang steht. In der Studie wurden Interviewdaten von zwölf Lehrkräften, die an einem Schulnetzwerk zwischen sechs Schulen und einer Universität mitwirkten, inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lehrkräfte einen Zuwachs an fachdidaktischem Wissen erleben sowie dass die Netzwerkarbeit bei den Lehrkräften unterrichtsbezogene Reflexionsprozesse anregt. Die Ergebnisse werden in Bezug auf die Bedeutung von Schulnetzwerken als Möglichkeit der Entwicklung professioneller Kompetenz von Lehrer*innen diskutiert.</p> 2022-09-26T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Isabell Hußner, Julia Jennek, Rebecca Lazarides https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5230 Förderung der Kompetenz angehender Lehrpersonen zum Führen von Elterngesprächen 2022-04-06T11:01:07+00:00 Martin Gartmeier martin.gartmeier@tum.de Natalie Fischer natalie.fischer@uni-kassel.de Anja Deistler a.deistler@student.uni-kassel.de Dominicq Riedo dominicq.riedo@unifr.ch Roger Gut roger.gut@edufr.ch <p>Elterngespräche sind eine wichtige Aufgabe von Lehrpersonen, die in der Ausbildung oft vernachlässigt wird. Für einige Trainingspro-gramme liegt positive Wirksamkeitsevidenz vor, ein Transfer dieser Programme zwischen Hochschulen ist jedoch schwierig. Im vorliegenden Beitrag wird daher ein kurzer Lehrbaustein zur Elternberatung beforscht, der auf eine leichte Übertragbarkeit hin entwickelt wurde. Ziel des Beitrags ist die empirische Prüfung der Wirksamkeit des Lehrbausteins, der zwei Präsenzsitzungen sowie zwei Videoreflexionsaufgaben umfasst. Als Assessment von Gesprächsführungskompetenz dienten simulierte Elterngespräche mit trainierten Schauspieler*innen. In einer experimentellen Studie wurden Studierende, die den Lehrbaustein durchlaufen hatten (Untersuchungsgruppe), mit untrainierten Studierenden (Wartekontrollgruppe) verglichen. Als Kovariaten von Gesprächsführungskompetenz wurden die bisherige Studiendauer sowie das beratungsbezogene Selbstkonzept berücksichtigt. Die videographierten Gespräche wurden von geschulten Rater*innen mit hoher Reliabilität beurteilt. Die Ergebnisse zeigen einen statistisch bedeutsamen, moderaten Trainingseffekt der trainierten im Vergleich zu den untrainierten Studierenden, was für die Wirksamkeit des Lehrbausteins spricht. Der Trainingseffekt blieb auch unter Einbezug des Beratungsselbstkonzepts und der Studiendauer als Kovariaten bestehen, wobei sich das Selbstkonzept einflussreich bzgl. der Performanz im simulierten Elterngespräch zeigte. Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass sich durch einen kurzen didaktischen Baustein messbare Effekte hinsichtlich der Gesprächsführungskompetenz erzielen lassen.</p> 2022-09-26T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Martin Gartmeier, Natalie Fischer, Anja Deistler, Dominicq Riedo, Roger Gut https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4997 Lehrer*in werden in Corona-Zeiten 2022-10-04T10:21:55+00:00 Jannis Graber jgraber@uni-koblenz.de Thorsten Fuchs tfuchs@uni-koblenz.de Svenja Mareike Schmid-Kühn schmid-kuehn@uni-koblenz.de <p>Die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen und Einschränkungen stellt das Schulsystem vor große Herausforderungen, die umfangreich erforscht werden. Zum Gesamtbild gehört auch die Lehrer*innenbildung, die ebenfalls von den Folgen der Pandemie betroffen ist (z.B. Wegfall von Praxiserfahrungen aufgrund von Schulschließungen), jedoch bislang keinen Schwerpunkt der Forschung darstellt. Hier setzt der vorliegende Beitrag an mit dem Ziel, die Bedeutung der Pandemie für die Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften zu untersuchen. In der vorgestellten, auf zwölf problemzentrierten Interviews basierenden qualitativen Studie wurde untersucht, wie diese das Lehrer*in-Werden in unterschiedlichen Phasen ihres Bildungsgangs (Lehramtsstudium, Vorbereitungsdienst und Berufseinstieg) erleben und deuten, wie sie Entwicklungsaufgaben begegnen und welche Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sich für sie daraus ergeben. Im Ergebnis zeigen sich sieben relevante Aspekte der Handlungspraxis, die auf jeweils kontrastierende Orientierungen verweisen und mit denen es in komparativer Analyse möglich ist, die Fälle voneinander zu unterscheiden. Von den Besonderheiten der Einzelfälle abgelöst werden drei Typen gebildet: Fällen vom Typ 1 gelingt es, sich mit der Pandemiesituation zu arrangieren (etwa durch die Etablierung neuer, an die Situation angepasster Handlungsroutinen). Typ 2 umfasst Fälle, die die Pandemie als Zeit des Leidens erleben, wodurch die eigene Professionalisierung erheblich beeinträchtigt wird. Fälle vom Typ 3 begreifen die Corona-Zeit als Möglichkeitsraum und ergreifen Gelegenheiten (z.B. Verkürzung des Masterstudiums durch die mit den weitgehend digital angelegten Semestern einhergehende zeitliche Flexibilisierung des Studiums). Eine Zusammenfassung und Diskussion notwendiger Handlungskonsequenzen für die verschiedenen Akteur*innen in der Lehrer*innenbildung runden den Beitrag ab.</p> 2022-11-26T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Jannis Graber, Thorsten Fuchs, Svenja Mareike Schmid-Kühn https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3458 Zur rückblickenden Beurteilung von Fortbildungserfahrungen 2020-09-18T15:22:10+00:00 Carina Caruso ccaruso@mail.uni-paderborn.de <p class="Abstract" style="text-indent: 0cm;">Im Artikel werden die Relevanz von Lehrer*innenfortbildungen für die Professionalität und Expertise von Lehrkräften beschrieben sowie Forschungsergebnisse zu Lehrer*innenfortbildungen zusammengefasst. Im Zentrum des Beitrags stehen Ergebnisse einer Interviewstudie mit Lehrkräften, die Einblicke in die aktuelle Situation und Praxis von Lehrer*innenfortbildungen aus Sicht von Lehrkräften geben. Dabei werden folgende Fragestellungen aufgegriffen, indem die explorative Studie die Wahrnehmung von Fortbildungsveranstaltungen durch Lehrkräfte erhebt und darstellt: Wie bewerten Lehrkräfte die Rahmenbedingungen externer Lehrer*innenfortbildungen? Was sind aus Sicht von Lehrkräften Aspekte guter bzw. schlechter Fortbildungen? Was wünschen sich Lehrkräfte in Bezug auf die Planung, Gestaltung und Durchführung von Fortbildungen? Nach der Diskussion der Befunde endet der Beitrag mit einem Fazit.</p> 2022-06-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Carina Caruso https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5964 Schulpraktika während der COVID-19-Pandemie – Aufgaben, Formate und studentische Lernerfahrungen 2022-10-24T07:26:20+00:00 Mishela Ivanova mishela.ivanova@plus.ac.at Andreas Bach andreas.bach@plus.ac.at Gerda Hagenauer gerda.hagenauer@plus.ac.at Matteo Carmignola matteo.carmignola@phsalzburg.at Franz Hofmann franz.hofmann@plus.ac.at Daniela Martinek daniela.martinek@phsalzburg.at <p>Durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat sich das Angebot an schulpraktischen Lerngelegenheiten für Studierende erheblich verändert. In Österreich wurden die schulpraktischen Anteile überwiegend im Distanz-Modus durchgeführt. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer explorativen Studie vor, bei der 213 österreichische Lehramtsstudierende zu den Praktikumsformaten während der COVID-19-Pandemie, zu ihren Lernerfahrungen sowie zu Lerngelegenheiten, die sie in diesem Rahmen vermisst haben, befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Formate, die synchron durchgeführt wurden, aus Studierendensicht zu besseren Lerngelegenheiten führten, während asynchrone Formate tendenziell negativer bewertet wurden.</p> 2022-10-25T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Mishela Ivanova, Andreas Bach, Gerda Hagenauer, Matteo Carmignola, Franz Hofmann, Daniela Martinek https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5259 „Sie sind quasi untergetaucht in ein Meer aus Sprache, aus Wörtern und das Hirn verselbständigt sich“ 2022-05-12T18:51:23+00:00 Rode Veiga-Pfeifer rode.veiga-pfeifer@mercator.uni-koeln.de Ina-Maria Maahs inamaria.maahs@mercator.uni-koeln.de Erol Hacisalihoglu erol.hacisalihoglu@mercator.uni-koeln.de <p class="Abstract">Bevor Lehrkräfte mit der sprachlichen Förderung der Lerner*innen beginnen können, ist es unablässig, im Rahmen einer Diagnostik mögliche sprachliche Potenziale sowie Förderbedarfe der jeweiligen Lerner*innen genau zu ermitteln. Im Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache intensiv an der<br />Universität zu Köln, das Teil der NRW-weiten Weiterbildungsinitiative Deutsch als Zweitsprache ist, wird daher viel Wert auf eine intensive Schulung der sprachlichen Diagnosefähigkeit der (angehenden) Lehrkräfte gelegt. In diesem Kontext kann die kompetenzenorientierte linguistische Lernertextanalyse (KLLA; vgl. Veiga-Pfeifer et al., 2020) als ein vielfältig verwendbares Sprachdiagnostikverfahren eingesetzt werden. Dabei werden authentische Text(teil)e von Sprachlerner*innen anhand unterschiedlicher Sprachebenen untersucht. Grundlegend bei ihrem Einsatz ist jedoch, dass die Lehrkraft über linguistische Grundkenntnisse verfügt und bei der Analyse ressourcen- und nicht defizitorientiert vorgeht. Damit die KLLA seitens der (angehenden) Lehrkräfte adäquat umgesetzt werden kann, findet im oben genannten Weiterbildungsstudium eine systematische Einführung in das<br />Verfahren statt. Der vorliegende Artikel behandelt zunächst die fachlich-theoretischen Hintergründe der KLLA sowie das Verfahren selbst und die methodischdidaktische Verortung der hochschuldidaktischen Konzeption. Darauf aufbauend erfolgt dann ein detaillierter Einblick in die hochschuldidaktische Konzeption, an den sich eine Darstellung von Evaluationsergebnissen und Erfahrungsberichten durch fortgebildete Teilnehmer*innen und ein kurzer Ausblick anschließen.</p> 2022-11-23T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Rode Veiga-Pfeifer, Ina-Maria Maahs, Erol Hacisalihoglu https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4278 Bewusste Interaktionsirritationen als Reflexionsangebote zur Annäherung an Behinderungsphänomene 2022-03-16T10:16:20+00:00 Bianca Kronhardt bianca.kronhardt@uni-bielefeld.de <p>Jede aktive Auseinandersetzung mit dem Phänomen Behinderung ist eine leibliche Fremdheitserfahrung (vgl. Singer, 2018). Lehrkräfte sollen eine professionelle Haltung zu Inklusion entwickeln, deren Diskurs häufig auf Behinderung verengt wird (vgl. Dannenbeck, 2015, S. 237f.). Je nach (bewussten) Vorerfahrungen und -urteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen bedarf es langfristiger Einstellungsänderungen, z.B. durch Konfrontation mit eigenen Ängsten (vgl. Haubl, 2015). Sie können durch irritierende biografische Lernanlässe (vgl. Schäffter, 1997) angestoßen und unterstützt werden. Der Beitrag skizziert ein erstmals im Wintersemester 2018/2019 an einer Universität durchgeführtes Seminarkonzept. Unter dem Titel „Behindert-Sein oder Behindert-Werden“ werden ausschließlich Behinderungsphänomene theoretisch und erfahrungsbasiert fokussiert. Eine wahrnehmbar beeinträchtigte Erziehungswissenschaftlerin und eine Soziologin leiten gemeinsam die wöchentliche, im Bachelor-Grundlagenmodul „Bildung, Sozialisation, Erziehung“ verortete Veranstaltung für u.a. Soziologie-, Pädagogik- und Lehramtsstudierende. Die offensiv thematisierte Beeinträchtigung einer Lehrenden irritiert Studierende eventuell. Sie begleitet die theoriegeleitete, diskursive Gegenstandsannäherung ebenso wie studentische Vorannahmen und -erfahrungen mit (eigener) Behinderung. Sofern Studierende sich darauf einlassen können und nicht aktiv vermeiden, ermöglicht beides kritische (Meta-)Reflexion und Sensibilisierung. Als Studienleistung setzen sich die Studierenden in einem unbenoteten Portfolio mit ihrer individuellen Einstellungsveränderung zu Behinderung auseinander. Sie wählen frei zwischen eigenen Erfahrungen, Anstößen durch die Interaktion mit Lehrenden und Kommiliton*innen, Narrationen der Lehrenden zu ihrer Lebenssituation, wissenschaftlichen und medial vermittelten Inhalten und Materialien. Das Interesse an geschilderten Beeinträchtigungserfahrungen der Lehrenden ist groß und wird wiederkehrend im Seminarverlauf und in den Portfolios aufgegriffen.</p> 2022-08-01T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Bianca Kronhardt https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4856 Die Anregung von unterrichtsbezogener Zusammenarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung 2022-02-10T08:47:22+00:00 Julia Steinkühler julia.steinkuehler@web.de <p>An vielen deutschen Schulen wird unterrichtsbezogene Kooperation, trotz der immer wieder herausgestellten Relevanz in der empirischen Forschung, weiterhin nur selten realisiert. Dabei wird zunehmend gefordert, kollegiale Arbeitsweisen im Lehrberuf bereits in der Lehrer*innenbildung zu thematisieren und angehende Lehrkräfte auf zukünftige Kooperationen in der Schulpraxis vorzubereiten. Im Kontext der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, die mit dem Ziel der Verankerung innovativer Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster etabliert wurde, konnte im Fach Erziehungswissenschaft ein neues Lehrkonzept zur kollegialen Kooperation im Lehrberuf entwickelt werden, welches sowohl eine theoretisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Thema beinhaltet als auch die kollegiale Kooperation der Lehramtsstudierenden in Professionellen Lerngemeinschaften fördert (= Pädagogischer Doppeldecker). Das Ziel des Lehrkonzepts ist es, 1) eine Sensibilisierung der angehenden Lehrkräfte für kooperative Arbeitsweisen in der Schulpraxis zu generieren sowie 2) das Training spezifischer Kooperationskonzepte zu ermöglichen. Die Evaluation des Seminars umfasst ein Mixed-Methods-Design, welches die Auswertung eines a) standardisierten Fragebogens sowie die Analyse von b) Gruppendiskussionen und c) studentischen Reflexionsberichten beinhaltet. Die Datenauswertung erfolgt mithilfe von Einzelitemanalysen sowie der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). Die Analysen verdeutlichen, dass das Lehrkonzept von den Studierenden insgesamt gut angenommen und als gewinnbringend für die zukünftige Schulpraxis angesehen wird. Vor allem der Einsatz des pädagogischen Doppeldeckers im Seminar zeigte die gewünschte Wirkung auf die Studierenden. Die Hauptziele der Lehrveranstaltung konnten insgesamt erreicht werden, sodass das Lehrkonzept als erfolgreiche Intervention in der universitären Lehrer*innenbildung angesehen wird.</p> 2022-06-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Julia Steinkühler https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5152 Sport und Biologie fächerübergreifend unterrichten 2022-01-26T16:55:05+00:00 Darius Haunhorst darius.haunhorst@uni-bielefeld.de Christiane Hüfner huefner_c@yahoo.com Valerie Kastrup valerie.kastrup@uni-bielefeld.de Tim Mergelkuhl tim.mergelkuhl@uni-bielefeld.de Kerstin Röllke kerstin.roellke@uni-bielefeld.de Matthias Wilde matthias.wilde@uni-bielefeld.de <p class="Abstract">Fächerübergreifende Unterrichtskonzepte werden an vielen Schulen alltäglich umgesetzt. Damit wird meistens die Hoffnung auf eine bessere Vernetzung der Unterrichtsinhalte und eine höhere Anwendungsorientierung verbunden. Die besonderen didaktischen Anforderungen an Lehrer*innen, zukünftig fächerübergreifend unterrichten zu können, sind hingegen selten Bestandteil ihrer universitären und schulischen Ausbildung. Darauf reagierend wurde in Kooperation zwischen der Sportpädagogik und der Biologiedidaktik ein universitär begleitetes Schulpraktikum für das Bachelorstudium entwickelt. Ziel des Angebotes ist es, Lehramtsstudierenden der Fächer Sport und Biologie zu ermöglichen, erste Erfahrungen im fächerübergreifenden Unterrichten zu sammeln. Sie planen und unterrichten in einer Schulklasse einer Kooperationsschule eine dreiwöchige fächerübergreifende Einheit im Sport- und Biologieunterricht. Im Team von jeweils drei Sport- und Biologiestudierenden erfolgt sowohl die Planung der Einheit als auch die Reflexion der eigenen Unterrichtserfahrungen durch den standardisierten Austausch von Unterrichtenden und Hospitierenden im unmittelbaren Anschluss an die Unterrichtsstunde. Durch die Kooperation der Studierenden der unterschiedlichen Fächer erlangen alle Studierenden einen Einblick in beide Fachperspektiven und die Unterrichtsplanung im Team. Hierbei handelt es sich sowohl aus der Sicht von Forschenden als auch von Lehrer*innen um zentrale Gelingensbedingungen für erfolgreichen fächerübergreifenden Unterricht.</p> <p class="Abstract">&nbsp;</p> 2022-02-16T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Darius Haunhorst, Christiane Hüfner, Valerie Kastrup, Tim Mergelkuhl, Kerstin Röllke, Matthias Wilde https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4507 Ein kooperatives Seminar zur Vorbereitung von Lehramtsstudierenden der Sonderpädagogik und Studierenden des Regelschullehramts Biologie, Chemie und Physik auf gemeinsamen inklusiven naturwissenschaftlichen Unterricht 2022-04-29T08:44:29+00:00 Robin Schildknecht schildknecht@uni-landau.de Sarah Hundertmark hundertmark@idn.uni-hannover.de Xiaokang Sun xiaokang.sun@ifs.uni-hannover.de Jaar Boskany jaar.boskany@lehrerbildung.uni-hannover.de Vanessa Seremet seremet@uni-landau.de Sandra Nitz nitz@uni-landau.de Alexander Kauertz kauertz@uni-landau.de Bettina Lindmeier bettina.lindmeier@ifs.uni-hannover.de Christian Lindmeier christian.lindmeier@paedagogik.uni-halle.de Andreas Nehring nehring@idn.uni-hannover.de <p>Die Bildung angehender Naturwissenschaftslehrkräfte sowie von angehenden Sonderpädagog*innen ist an zahlreichen Universitäten getrennt institutionalisiert. Studierende, die sich für ein Lehramtsstudium der Sonderpädagogik bzw. der naturwissenschaftlichen Fächer im Regelschullehramt entschieden haben, werden in ihrer späteren Berufspraxis mit Anforderungen konfrontiert, in denen sie kooperativ mit Lehrer*innen der jeweils anderen Lehramtsprofession inklusiven Naturwissenschaftsunterricht planen, durchführen und reflektieren müssen. In der Schulpraxis ist deshalb eine erfolgreiche Kooperation von sonderpädagogischen Lehrkräften und Regelschullehrkräften ein zentraler Baustein für die Förderung aller Schüler*innen in einem inklusiven Naturwissenschaftsunterricht. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel des vorliegenden Beitrags darin, ein kooperatives Seminarkonzept zu präsentieren, welches grundlegende Kompetenzen und Haltungen von angehenden Regelschullehrkräften und Sonderpädagog*innen zur kooperativen Gestaltung eines inklusiven naturwissenschaftlichen Unterrichts in den Blick nimmt.</p> 2022-10-18T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Robin Schildknecht, Sarah Hundertmark, Xiaokang Sun, Jaar Boskany, Vanessa Seremet, Sandra Nitz, Alexander Kauertz, Bettina Lindmeier, Christian Lindmeier, Andreas Nehring https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4887 Forschendes Lernen zur informatischen Bildung im Sachunterricht 2022-08-28T09:08:14+00:00 Nico Schreiber nico.schreiber@uni-muenster.de Alexander Best alexander.best@uni-muenster.de Anna Windt anna.windt@uni-muenster.de Marco Thomas thomasma@uni-muenster.de <p>Informatische Bildung wird auch im Primarbereich immer relevanter. Um in diesem Bereich Unterricht adäquat planen und durchführen zu können, bedarf es qualifizierter Lehrkräfte, die über fachinhaltliche und fachdidaktische informatische Kompetenzen verfügen. Allerdings sind sowohl die Ausbildung angehender Sachunterrichtslehrkräfte als auch das Fortbildungsangebot in<br />allen Phasen der Lehrer*innenbildung noch unzureichend. Dieses Ausbildungsdesiderats nimmt sich das im Folgenden beschriebene Forschungsseminar an, das von Fachdidaktiker*innen aus der Didaktik der Informatik und der Didaktik des Sachunterrichts gemeinsam entwickelt wurde. Zentrales Prinzip des Forschungsseminars war das Forschende Lernen, das zur Professionalisierung der (angehenden) Sachunterrichtslehrkräfte zum Themengebiet „Informatische Bildung“ durchgehend Anwendung fand. In diesem Beitrag werden die Ziele, das Konzept und dessen Ausgestaltung sowie die Durchführung und die Evaluation des Forschungsseminars mit 14 Seminarteilnehmenden dargestellt.</p> 2022-10-18T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Nico Schreiber, Alexander Best, Anna Windt, Marco Thomas https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4935 Kritisches Denken in den Bildungswissenschaften: Konzeption und Durchführung einer interdisziplinären Co-Teaching Lehrveranstaltung für Lehramtsstudierende 2021-12-14T08:43:31+00:00 Axinja Hachfeld axinja.hachfeld@uni-konstanz.de Christian Wendelborn christian.wendelborn@uni-konstanz.de <p>Eine wissenschaftliche Lehramtsausbildung muss neben der fachwissenschaftlichen, pädagogischen und fachdidaktischen Befähigung auch die Ausbildung von Kompetenzen fördern, die eine fundierte Meinungsbildung zu Fragen bildungsbezogener Themen mit gesellschaftlicher und praktischer Relevanz ermöglichen. Dazu gehört wesentlich, den wissenschaftlichen Diskurs über Lehren und Lernen verfolgen und wissenschaftliche Ergebnisse verstehen, einordnen und ihre praktischen Implikationen reflektieren zu können. Der vorliegende Beitrag gibt einen Einblick in die konzeptuelle Gestaltung der interdisziplinären Lehrveranstaltung „Kritisches Denken in den Bildungswissenschaften“, deren Ziel die Vermittlung von Grundlagen und Voraussetzungen für kritische Reflexionen von bildungswissenschaftlichen Diskursen ist.</p> 2022-07-19T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Axinja Hachfeld, Christian Wendelborn https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/67-91 Prävention von Anfang an 2022-03-01T11:20:20+00:00 Hanna Raven h.raven@dshs-koeln.de Carolin Bastemeyer c.bastemeyer@dshs-koeln.de Julia Wolf j.wolf@dshs-koeln.de Uirassu Borges u.borges@dshs-koeln.de <p>Sportlehrkräfte gelten wie Lehrkräfte anderer Fachrichtungen als von Burnout betroffene Berufsgruppe. Im Hinblick auf Belastungsfaktoren sollten sie aufgrund der speziellen Rahmenbedingungen des Sportunterrichts gesondert betrachtet werden. Aus motivationspsychologischer Perspektive spielt die berufsbezogene Befriedigung der drei psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Beziehung eine zentrale Rolle, denn ein Mangel an Bedürfnisbefriedigung kann die Entstehung von Burnout begünstigen. Ziel dieser Arbeit ist der Prä-Post-Vergleich eines digitalen Workshops für angehende Sportlehrkräfte, in dem die berufsbezogenen psychologischen Grundbedürfnisse im Rahmen des Job-Demands-Resources-Modells als zentrale Ressource gestärkt und vorhandene Burnoutsymptome verringert werden sollen. Zudem sollen das berufliche Engagement, die berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung sowie das allgemeine Wohlbefinden erhöht werden. Mittels validierter Fragebögen werden die berufsbezogene psychologische Bedürfnisbefriedigung, Burnout, berufliches Engagement, berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung und Wohlbefinden zu zwei Messzeitpunkten, sowohl vor Beginn als auch nach Ende des Workshops, bei n = 43 Lehramtsstudierenden mit dem Unterrichtsfach Sport im Masterstudiengang (31 weibliche, 12 männliche Teilnehmer*innen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren) verglichen. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Erhöhung der berufsbezogenen Autonomiebefriedigung nach der Teilnahme am Workshop sowie signifikante Abnahmen der Burnout-Dimensionen „emotionale Erschöpfung“ und „Leistungsminderung“. Die beiden Dimensionen von Engagement, „Vitalität“ und „Absorbiertheit“, nehmen im Laufe des Workshops signifikant zu. Auch die berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung erhöht sich nach der Workshop-Teilnahme; beim Wohlbefinden dagegen gibt es keinen signifikanten Effekt. Die Regressionsanalysen zeigen zudem Zusammenhänge zwischen berufsbezogener psychologischer Bedürfnisbefriedigung und Burnout sowie beruflichem Engagement. Künftige Überprüfungen der Wirksamkeit des digitalen Workshops für Burnout-Prävention durch kontrollierte Studien werden empfohlen, um die in dieser Studie dargestellten Ergebnisse weiter abzusichern.</p> 2022-05-19T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Hanna Raven, Carolin Bastemeyer, Julia Wolf, Uirassu Borges https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4949 Der Rollenhut als Vermittlungsmedium 2021-11-30T13:21:20+00:00 Phillip Neumann phillip.neumann@uni-bielefeld.de Benedikt Hopmann benedikt.hopmann@uni-siegen.de Verena Wohnhas verena.wohnhas@uni-bielefeld.de Birgit Lütje-Klose bluetje@uni-bielefeld.de <p>Multiprofessionelle Kooperation zwischen allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften und mit weiteren Fachkräften, u.a. der Schulsozialarbeit, der Schulpsychologie und mit Schulbegleitungen, gilt bei der Entwicklung inklusiver Schulen als zentrale Stellschraube. Dementsprechend wird Kooperation im Kontext Schule auch in der universitären Ausbildung von zukünftig miteinander kooperierenden Professionen sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams verstärkt ins Blickfeld gerückt. Zugleich lässt sich beobachten, dass in inklusiven Schulen bislang vermeintlich klare Zuständigkeiten, insbesondere zwischen Sonder- und Sozialpädagog*innen, aufweichen und neu austariert werden müssen. Bei der Entwicklung multiprofessioneller Teams gilt die Klärung von Rollen und Aufgaben als eine besondere Herausforderung, wenn unterschiedliche Professionen mit unterschiedlichen institutionellen Anbindungen und pädagogischen Zielperspektiven oder Grundhaltungen mitei-nander kooperieren. Das vorgestellte Instrument – der Rollenhut – dient dazu, in multiprofessionellen Gruppen eine individuelle Reflexion über die eigenen Aufgaben anzustoßen und auf dieser Grundlage gemeinsam über die gegenseitigen Erwartungen und Rollen zu diskutieren. Das Instrument wurde im Kontext von Fortbildungen multiprofessioneller Teams an Schulen konzipiert und auch im Rahmen der universitären Lehrer*innenbildung erprobt.</p> 2022-02-09T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Phillip Neumann, Benedikt Hopmann, Verena Wohnhas, Birgit Lütje-Klose https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4932 Schulraum verstehen, nutzen und gestalten: „Spatial Literacy“ als Gegenstand der Lehrer*innenbildung 2022-09-26T06:54:44+00:00 Christian Timo Zenke timo.zenke@uni-bielefeld.de <p>Versteht man Schulgebäude nicht einfach als „containers within which learning activities occur“, sondern vielmehr als „‚built pedagogies‘ that could influence teaching and learning practices, activities and behaviours“ (Cleveland &amp; Fisher, 2014, S. 23), dann gerät die derzeitige Forderung nach einer Wende vom „Klassenzimmer zur Lernlandschaft“ in besonderem Maße auch zu einer Angelegenheit der Lehrer*innenbildung. Dies berücksichtigend, wird in der englischsprachigen Diskussion zum Thema seit einigen Jahren vermehrt für eine gezielte Förderung der schulraumbezogenen „Spatial Literacy“ von Lehrer*innen plädiert: dafür also, diese ganz grundsätzlich für die pädagogische Bedeutung des Raumes in der Schule zu sensibilisieren und sie zugleich systematisch auf die Inbesitznahme und dauerhafte Nutzung eines neuen, möglicherweise deutlich offeneren Schulgebäudes vorzubereiten. Im Aufsatz wird daher der Versuch unternommen, ebendiese spezifische Form der schulraumbezogenen Professionalisierung von Lehrer*innen theoretisch genauer zu fassen und zu diskutieren – wobei zu diesemZweck insbesondere drei Dimensionen der schulraumbezogenen Spatial Literacy von Lehrer*innen in den Blick genommen werden: Verstehen, Nutzen und Gestalten.</p> 2022-11-25T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Christian Timo Zenke https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5960 Inklusions- und digitalisierungsbezogene Kompetenzanforderungen in der Lehrkräftebildung verzahnen: Theoretische und konzeptionelle Grundlagen der Lehr-/Lernumgebung inklud.nrw 2022-10-21T15:25:01+00:00 Petra Büker petra.bueker@uni-paderborn.de Anna-Maria Kamin anna-maria.kamin@uni-bielefeld.de Katrin Glawe glawe@mail.upb.de Jana Herding jana.herding@uni-paderborn.de Insa Menke insa.menke@uni-bielefeld.de Franziska Schaper franziska.schaper@uni-bielefeld.de <p>Inklusions- und digitalisierungsbezogene Kompetenzen bilden aktuelle Querschnittsaufgaben der Lehrkräftebildung. Eine systematische, konzeptionelle Verzahnung beider Anforderungsbereiche in Schule und Hochschule steht bislang aus, obwohl Synergieeffekte sowohl für Schüler*innen als auch für angehende Lehrkräfte zu erwarten sind. Es bedarf daher entsprechender Professionalisierungsangebote, die Inklusion und Digitalisierung sinnvoll aufeinander beziehen. Im Projekt inklud.nrw erfolgt dies in einem hochschuldidaktischen Lehr-/Lernkonzept für die bildungswissenschaftliche Lehrkräftebildung mittels der Methode der Fallarbeit. Inklusion und Digitalisierung werden dabei in der Orientierung am Ziel der umfänglichen Teilhabe aller Schüler*innen verzahnt; Studierende werden für die pädagogische und didaktische Gestaltung inklusivmedialen Unterrichts qualifiziert. Der Beitrag zeigt auf, wie eine solche innovative Lehr-/Lernumgebung theoretisch fundiert und konzeptionell gestaltet werden kann. Dazu werden die theoretischen Grundlagen beider Bezugsdisziplinen entfaltet, in praxeologischer Perspektive Einblicke in die konzeptionelle Gestaltung des Lehr-/Lernmaterials inklud.nrw für die bildungswissenschaftliche Lehre insbesondere in den Studiengängen der Primar- und Sekundarstufe I gewährt und dabei Fragen der Qualitätssicherung aufgeworfen.</p> 2022-10-24T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Petra Büker, Anna-Maria Kamin, Katrin Glawe, Jana Herding, Insa Menke, Franziska Schaper https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4846 Sonderpädagogische Professionalität in der Lehrer*innenbildung aus einer meta-reflexiven Perspektive 2021-11-16T10:17:18+00:00 Ulrich Theobald ulrich.theobald@ph-ludwigsburg.de Colin Cramer colin.cramer@uni-tuebingen.de <p>Die Diskussion um Professionalität als Zielgröße der Lehrer*innenbildung wurde in den vergangenen Jahren intensiv geführt. Der sonderpädagogische Diskurs stellt in diesem Zusammenhang einen Sonderfall dar. Es haben sich hier eigene und teils kontroverse Vorstellungen davon etabliert, was unter Professionalität verstanden werden kann. Dieser Beitrag stellt sonderpädagogische und allgemeine bildungswissenschaftliche Betrachtungen von Professionalität nebeneinander und bietet durch die Einführung von Meta-Reflexivität eine Sichtweise an, wie diese Perspektiven als sich nicht wechselseitig ausschließend, sondern als synergetische Ergänzungen zur Bestimmung des Kerns sonderpädagogischer Professionalität und zur Modellierung einer entsprechenden Professionalisierungspraxis angesehen werden können.</p> 2022-01-18T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Ulrich Theobald, Colin Cramer