Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz <p>Das Online-Journal ‚Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)‘ veröffentlicht hochschuldidaktische Arbeiten sowie theoretische und empirische Beiträge aus der und für die Lehrer*innenbildung in allen Phasen.<br>Erprobte Konzepte und Formate aus der Lehrer*innenbildung werden zitierfähig und nachhaltig dokumentiert.</p> Bielefeld School of Education (BiSEd) de-DE Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion 2625-0675 <p>Sämtliche Inhalte der HLZ werden freigegeben unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, Version 4.0 International (CC BY-SA 4.0). 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Auch die Bearbeitung ist erlaubt unter der zusätzlichen Bedingung, dass das neu entstandene Werk als Bearbeitung gekennzeichnet wird und im Falle einer Veröffentlichung unter derselben Lizenz wie in der HLZ freigegeben wird.</p> Der Rollenhut als Vermittlungsmedium https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4949 <p>Multiprofessionelle Kooperation zwischen allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften und mit weiteren Fachkräften, u.a. der Schulsozialarbeit, der Schulpsychologie und mit Schulbegleitungen, gilt bei der Entwicklung inklusiver Schulen als zentrale Stellschraube. Dementsprechend wird Kooperation im Kontext Schule auch in der universitären Ausbildung von zukünftig miteinander kooperierenden Professionen sowie in Fortbildungen für Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams verstärkt ins Blickfeld gerückt. Zugleich lässt sich beobachten, dass in inklusiven Schulen bislang vermeintlich klare Zuständigkeiten, insbesondere zwischen Sonder- und Sozialpädagog*innen, aufweichen und neu austariert werden müssen. Bei der Entwicklung multiprofessioneller Teams gilt die Klärung von Rollen und Aufgaben als eine besondere Herausforderung, wenn unterschiedliche Professionen mit unterschiedlichen institutionellen Anbindungen und pädagogischen Zielperspektiven oder Grundhaltungen mitei-nander kooperieren. Das vorgestellte Instrument – der Rollenhut – dient dazu, in multiprofessionellen Gruppen eine individuelle Reflexion über die eigenen Aufgaben anzustoßen und auf dieser Grundlage gemeinsam über die gegenseitigen Erwartungen und Rollen zu diskutieren. Das Instrument wurde im Kontext von Fortbildungen multiprofessioneller Teams an Schulen konzipiert und auch im Rahmen der universitären Lehrer*innenbildung erprobt.</p> Phillip Neumann Benedikt Hopmann Verena Wohnhas Birgit Lütje-Klose Copyright (c) 2022 Phillip Neumann, Benedikt Hopmann, Verena Wohnhas, Birgit Lütje-Klose https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-02-09 2022-02-09 5 1 13 25 10.11576/hlz-4949 Sonderpädagogische Professionalität in der Lehrer*innenbildung aus einer meta-reflexiven Perspektive https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4846 <p>Die Diskussion um Professionalität als Zielgröße der Lehrer*innenbildung wurde in den vergangenen Jahren intensiv geführt. Der sonderpädagogische Diskurs stellt in diesem Zusammenhang einen Sonderfall dar. Es haben sich hier eigene und teils kontroverse Vorstellungen davon etabliert, was unter Professionalität verstanden werden kann. Dieser Beitrag stellt sonderpädagogische und allgemeine bildungswissenschaftliche Betrachtungen von Professionalität nebeneinander und bietet durch die Einführung von Meta-Reflexivität eine Sichtweise an, wie diese Perspektiven als sich nicht wechselseitig ausschließend, sondern als synergetische Ergänzungen zur Bestimmung des Kerns sonderpädagogischer Professionalität und zur Modellierung einer entsprechenden Professionalisierungspraxis angesehen werden können.</p> Ulrich Theobald Colin Cramer Copyright (c) 2022 Ulrich Theobald, Colin Cramer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-01-18 2022-01-18 5 1 1 12 10.11576/hlz-4846 Zur rückblickenden Beurteilung von Fortbildungserfahrungen https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3458 <p class="Abstract" style="text-indent: 0cm;">Im Artikel werden die Relevanz von Lehrer*innenfortbildungen für die Professionalität und Expertise von Lehrkräften beschrieben sowie Forschungsergebnisse zu Lehrer*innenfortbildungen zusammengefasst. Im Zentrum des Beitrags stehen Ergebnisse einer Interviewstudie mit Lehrkräften, die Einblicke in die aktuelle Situation und Praxis von Lehrer*innenfortbildungen aus Sicht von Lehrkräften geben. Dabei werden folgende Fragestellungen aufgegriffen, indem die explorative Studie die Wahrnehmung von Fortbildungsveranstaltungen durch Lehrkräfte erhebt und darstellt: Wie bewerten Lehrkräfte die Rahmenbedingungen externer Lehrer*innenfortbildungen? Was sind aus Sicht von Lehrkräften Aspekte guter bzw. schlechter Fortbildungen? Was wünschen sich Lehrkräfte in Bezug auf die Planung, Gestaltung und Durchführung von Fortbildungen? Nach der Diskussion der Befunde endet der Beitrag mit einem Fazit.</p> Carina Caruso Copyright (c) 2022 Carina Caruso https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-06-02 2022-06-02 5 1 92 107 10.11576/hlz-3458 Sport und Biologie fächerübergreifend unterrichten https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/5152 <p class="Abstract">Fächerübergreifende Unterrichtskonzepte werden an vielen Schulen alltäglich umgesetzt. Damit wird meistens die Hoffnung auf eine bessere Vernetzung der Unterrichtsinhalte und eine höhere Anwendungsorientierung verbunden. Die besonderen didaktischen Anforderungen an Lehrer*innen, zukünftig fächerübergreifend unterrichten zu können, sind hingegen selten Bestandteil ihrer universitären und schulischen Ausbildung. Darauf reagierend wurde in Kooperation zwischen der Sportpädagogik und der Biologiedidaktik ein universitär begleitetes Schulpraktikum für das Bachelorstudium entwickelt. Ziel des Angebotes ist es, Lehramtsstudierenden der Fächer Sport und Biologie zu ermöglichen, erste Erfahrungen im fächerübergreifenden Unterrichten zu sammeln. Sie planen und unterrichten in einer Schulklasse einer Kooperationsschule eine dreiwöchige fächerübergreifende Einheit im Sport- und Biologieunterricht. Im Team von jeweils drei Sport- und Biologiestudierenden erfolgt sowohl die Planung der Einheit als auch die Reflexion der eigenen Unterrichtserfahrungen durch den standardisierten Austausch von Unterrichtenden und Hospitierenden im unmittelbaren Anschluss an die Unterrichtsstunde. Durch die Kooperation der Studierenden der unterschiedlichen Fächer erlangen alle Studierenden einen Einblick in beide Fachperspektiven und die Unterrichtsplanung im Team. Hierbei handelt es sich sowohl aus der Sicht von Forschenden als auch von Lehrer*innen um zentrale Gelingensbedingungen für erfolgreichen fächerübergreifenden Unterricht.</p> <p class="Abstract">&nbsp;</p> Darius Haunhorst Christiane Hüfner Valerie Kastrup Tim Mergelkuhl Kerstin Röllke Matthias Wilde Copyright (c) 2022 Darius Haunhorst, Christiane Hüfner, Valerie Kastrup, Tim Mergelkuhl, Kerstin Röllke, Matthias Wilde https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-02-16 2022-02-16 5 1 26 42 10.11576/hlz-5152 Die Anregung von unterrichtsbezogener Zusammenarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4856 <p>An vielen deutschen Schulen wird unterrichtsbezogene Kooperation, trotz der immer wieder herausgestellten Relevanz in der empirischen Forschung, weiterhin nur selten realisiert. Dabei wird zunehmend gefordert, kollegiale Arbeitsweisen im Lehrberuf bereits in der Lehrer*innenbildung zu thematisieren und angehende Lehrkräfte auf zukünftige Kooperationen in der Schulpraxis vorzubereiten. Im Kontext der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, die mit dem Ziel der Verankerung innovativer Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster etabliert wurde, konnte im Fach Erziehungswissenschaft ein neues Lehrkonzept zur kollegialen Kooperation im Lehrberuf entwickelt werden, welches sowohl eine theoretisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Thema beinhaltet als auch die kollegiale Kooperation der Lehramtsstudierenden in Professionellen Lerngemeinschaften fördert (= Pädagogischer Doppeldecker). Das Ziel des Lehrkonzepts ist es, 1) eine Sensibilisierung der angehenden Lehrkräfte für kooperative Arbeitsweisen in der Schulpraxis zu generieren sowie 2) das Training spezifischer Kooperationskonzepte zu ermöglichen. Die Evaluation des Seminars umfasst ein Mixed-Methods-Design, welches die Auswertung eines a) standardisierten Fragebogens sowie die Analyse von b) Gruppendiskussionen und c) studentischen Reflexionsberichten beinhaltet. Die Datenauswertung erfolgt mithilfe von Einzelitemanalysen sowie der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). Die Analysen verdeutlichen, dass das Lehrkonzept von den Studierenden insgesamt gut angenommen und als gewinnbringend für die zukünftige Schulpraxis angesehen wird. Vor allem der Einsatz des pädagogischen Doppeldeckers im Seminar zeigte die gewünschte Wirkung auf die Studierenden. Die Hauptziele der Lehrveranstaltung konnten insgesamt erreicht werden, sodass das Lehrkonzept als erfolgreiche Intervention in der universitären Lehrer*innenbildung angesehen wird.</p> Julia Steinkühler Copyright (c) 2022 Julia Steinkühler https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-06-15 2022-06-15 5 1 10.11576/hlz-4856 Prävention von Anfang an https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/67-91 <p>Sportlehrkräfte gelten wie Lehrkräfte anderer Fachrichtungen als von Burnout betroffene Berufsgruppe. Im Hinblick auf Belastungsfaktoren sollten sie aufgrund der speziellen Rahmenbedingungen des Sportunterrichts gesondert betrachtet werden. Aus motivationspsychologischer Perspektive spielt die berufsbezogene Befriedigung der drei psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Beziehung eine zentrale Rolle, denn ein Mangel an Bedürfnisbefriedigung kann die Entstehung von Burnout begünstigen. Ziel dieser Arbeit ist der Prä-Post-Vergleich eines digitalen Workshops für angehende Sportlehrkräfte, in dem die berufsbezogenen psychologischen Grundbedürfnisse im Rahmen des Job-Demands-Resources-Modells als zentrale Ressource gestärkt und vorhandene Burnoutsymptome verringert werden sollen. Zudem sollen das berufliche Engagement, die berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung sowie das allgemeine Wohlbefinden erhöht werden. Mittels validierter Fragebögen werden die berufsbezogene psychologische Bedürfnisbefriedigung, Burnout, berufliches Engagement, berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung und Wohlbefinden zu zwei Messzeitpunkten, sowohl vor Beginn als auch nach Ende des Workshops, bei n = 43 Lehramtsstudierenden mit dem Unterrichtsfach Sport im Masterstudiengang (31 weibliche, 12 männliche Teilnehmer*innen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren) verglichen. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Erhöhung der berufsbezogenen Autonomiebefriedigung nach der Teilnahme am Workshop sowie signifikante Abnahmen der Burnout-Dimensionen „emotionale Erschöpfung“ und „Leistungsminderung“. Die beiden Dimensionen von Engagement, „Vitalität“ und „Absorbiertheit“, nehmen im Laufe des Workshops signifikant zu. Auch die berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung erhöht sich nach der Workshop-Teilnahme; beim Wohlbefinden dagegen gibt es keinen signifikanten Effekt. Die Regressionsanalysen zeigen zudem Zusammenhänge zwischen berufsbezogener psychologischer Bedürfnisbefriedigung und Burnout sowie beruflichem Engagement. Künftige Überprüfungen der Wirksamkeit des digitalen Workshops für Burnout-Prävention durch kontrollierte Studien werden empfohlen, um die in dieser Studie dargestellten Ergebnisse weiter abzusichern.</p> Hanna Raven Carolin Bastemeyer Julia Wolf Uirassu Borges Copyright (c) 2022 Hanna Raven, Carolin Bastemeyer, Julia Wolf, Uirassu Borges https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-05-19 2022-05-19 5 1 10.11576/hlz-5176 Konzeption und Evaluation einer Open Educational Ressource (OER) zur sprachlichen Förderung von Schüler*innen beim argumentativen Schreiben im Geographieunterricht im Kontext der Lehrer*innenbildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4797 <p>Im Rahmen der Hochschullehre für Lehramtsstudierende der Geographie wurde im Zuge des BMBF-Projekts „Generalisierbarkeit und Transferierbarkeit digitaler Fachkonzepte am Beispiel mündiger digitaler Geomediennutzung in der Lehrkräftebildung“ (DiGeo) eine Open Educational Ressource zum Thema „Sprachliche Förderung beim argumentativen Schreiben im Geographieunterricht für die Lehrer*innenbildung“ konzipiert. Diese kann in Seminaren verwendet werden, um den angehenden Lehrkräften auf Schüler*innen angepasste sprachliche Fördermethoden aufzuzeigen, die sie in ihrem späteren Geographieunterricht didaktisch-begründet einsetzen können. Diese sprachlichen Unterstützungsmethoden zum argumentativen Schreiben sind relevant, um Schüler*innen dazu zu befähigen, eine Positionierung zu gesellschaftlichen Diskursen zu artikulieren. Die Open Educational Ressource (OER) bildet Lehramtsstudierende dahingehend aus, argumentative Schüler*innentexte auf sprachliche Fehler zu untersuchen, diese zu benennen und anhand dessen passendes Fördermaterial zu gestalten und didaktisch zu begründen. Der Artikel stellt die OER vor und evaluiert anhand eines dreischrittigen Auswertungsverfahrens, wie das Lernmodul „Sprachliche Förderung beim argumentativen Schreiben“ dazu beiträgt, die Kompetenzen von Studierenden bezüglich der Ausgestaltung und didaktischen Begründung von sprachlichen Fördermaterialien zum argumentativen Schreiben im Geographieunterricht auszubauen.</p> Saskia Steingrübl Alexandra Budke Copyright (c) 2022 Saskia Steingrübl, Alexandra Budke https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-04-11 2022-04-11 5 1 43 66 10.11576/hlz-4797