Herausforderung Lehrer_innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz <p>Das Online-Journal ‚Herausforderung Lehrer_innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)‘ veröffentlicht hochschuldidaktische Arbeiten sowie theoretische und empirische Beiträge aus der und für die Lehrer_innenbildung in allen Phasen.<br>Erprobte Konzepte und Formate aus der Lehrer_innenbildung werden zitierfähig und nachhaltig dokumentiert.</p> de-DE <p>Sämtliche Inhalte der HLZ werden freigegeben unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, Version 4.0 Deutschland (CC BY-SA 4.0 de). Die Urheber_innen und die Rechteinhaber_innen der in der HLZ veröffentlichten Beiträge gewähren grundsätzlich allen Nutzer_innen unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen. 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Das Hauptaugenmerk der Beiträge richtet sich auf eine theoriegeleitete Rekonstruktion von Zusammenhängen zwischen fachdidaktischen Wissensformen und anzubahnenden Prozessen der Professionalitätsentwicklung während solcher Praxis-phasen im Studium, denen ein Konzept Forschenden Lernens zugrunde liegt. Der ana-lytische Schwerpunkt liegt auf dem Versuch, Prozesse von Professionalitätsentwick-lung im Rahmen von Praxisphasen theoriegeleitet zu verstehen und nach Möglichkeit fächerspezifisch auszudifferenzieren.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p> Friederike Kern, Björn Stövesand Copyright (c) 2019 Friederike Kern, Björn Stövesand http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2442 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Hochschuldidaktische Potenziale von Konversations- und Gesprächsanalyse im Kontext Forschenden Lernens in der Lehrer*innenbildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2443 <p>Im Zusammenhang mit dem Konzept des Forschenden Lernens werden verschiedene Kompetenzen postuliert, die Studierende durch die Teilnahme an den jeweiligen Formaten erwerben können. Gerade im Kontext der Lehrer*innenausbildung besteht die Hoffnung darin, dass die Teilnahme an entsprechenden Angeboten dazu beiträgt, das Theorie-Praxis-Problem zu bearbeiten und Studierende so dabei zu unterstützen, zwischen den unterschiedlichen Logiken von universitärer Ausbildung und späterem Beruf hin- und herzupendeln: Einerseits geht es um die Entwicklung berufsbezogener Routinen und den Aufbau entsprechend unmittelbar handlungsrelevanten und per se schwer zu explizierenden Routinewissens, andererseits geht es um die Fähigkeit, sich (doch wieder) distanziert und auf Explikation und Verstehen abzielend mit ebendiesem Routinewissen auseinanderzusetzen. Um diese strukturelle Hin und Her-Bewegung in der universitären Lehre aufzufangen und einer Reflexion zugänglich zu machen, wird eine hochschuldidaktische „Wendung“ von Methoden aus dem Bereich der qualitativen Sozialforschung vorgeschlagen. Im Aufsatz soll skizziert werden, welches hochschuldidaktische Potenzial in der Konversations- und Gesprächsanalyse steckt, um das Thema Unterrichtskommunikation als Forschungsgegenstand zugänglich zu machen und darüber hinaus gleichzeitig Professionalisierungsprozesse zu initiieren. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zur hochschuldidaktischen Umsetzung der entwickelten Ideen.</p> Julia Sacher Copyright (c) 2019 Julia Sacher http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2443 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Doppelte Professionalität von (Sport-)Lehrkräften? - Wie Forschendes Lernen einen Beitrag zu diesem theoretischen Anspruch leisten kann https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2444 <p>Einem professionstheoretischen Verständnis folgend gehört ein reflexiv-forschender Habitus ebenso zum Lehrer_innensein wie eine inhaltliche und vermittlungsbezogene Fachkompetenz. Sportstudierende machen in schulischen Praxisphasen allerdings nicht zwangsläufig diese Erfahrung. Darum messen sie der Entwicklung eines solchen Habitus besonders nach Aufenthalten in der Praxis nur eine geringe Bedeutung hinsichtlich ihrer Professionalisierung bei. Diesem Phänomen wird die Notwendigkeit einer doppelten Professionalität entgegengehalten, die über den hochschuldidaktischen Ansatz des Forschenden Lernens angebahnt werden kann. Insbesondere in der Sportlehrer_innenausbildung kann hierüber neben dem Wechsel von der Lernenden- zur Lehrendenperspektive auch der notwendige Rollenwechsel von sportlichen Akteur_innen zu Arrangeur_innen bewegungskultureller Praxis vollzogen werden. Hierfür bedarf es jedoch einer expliziten, frühzeitigen und kontinuierlichen Beschäftigung mit den verschiedenen Kompetenzfeldern: die Thematisierung inhaltlicher sowie vermittlungs- und forschungsmethodischer Fähigkeiten sollten dabei möglichst integrativ geschehen. Der Beitrag spannt den Bogen von theoretischen Ansprüchen über fachspezifische Herausforderungen und Chancen, Forschendes Lernen gelingend zur Professionalisierung beitragen zu lassen bis hin zu praktischen Handlungsempfehlungen zur didaktischen Umsetzung dieses Ansatzes, die aus der Verbindung von den skizzierten theoretischen und eigenen empirischen Befunden abgeleitet werden.</p> <p><strong>&nbsp;</strong></p> Nils Ukley, Natalie Fast, Bernd Gröben, Valerie Kastrup Copyright (c) 2019 Nils Ukley, Natalie Fast, Bernd Gröben, Valerie Kastrup http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2444 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Entwicklung sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2445 <p>Ausgehend von dem Diskurs zur allgemeinen Professionalität von Lehrer*innen fragt der Beitrag nach den Besonderheiten von sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität und nach Möglichkeiten, ihre Ausbildung und Entwicklung zu unterstützen. Sozialwissenschaftsdidaktische Professionalität wird dabei als ein reflexives Unterscheidungs-, Urteils- und Handlungsvermögen umschrieben, das sich sowohl auf die jeweiligen bezugsfachwissenschaftlichen Anteile (Soziologie, Ökonomie, Politikwissenschaft) des Integrationsfaches erstreckt, für das aber explizit auch die sozialen- und lebensweltlichen Kontexte der Lernenden konstitutiv sind. Wie Professionalität im Allgemeinen, umfasst auch die sozialwissenschaftsdidaktische Professionalität grundsätzlich die drei Wissensformen des <em>wissenschaftlichen Wissens</em>, des <em>Handlungswissens</em> („Könnens“) und des <em>Professionswissens</em>. Im Hinblick auf die Herausbildung und Entwicklung sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität wird die These einer engen Wechselbeziehung zwischen sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität und Forschendem Lernen vertreten. Überlegungen zu dessen fachspezifischer Fokussierung münden in dem Vorschlag zur (hochschuldidaktischen) Arbeit mit einer „(Peer-)Reflexionsmatrix“. Zum Beispiel angewandt in unterrichtlichen Praxisphasen kann sie Studierenden dazu verhelfen, Beobachtungen, Wahrnehmungen, Beurteilungen, Irritationen, Handlungsalternativen, Unverfügbarkeiten, (Nicht-)Wissen, Theorieanfragen etc. kommunizierbar zu machen und reflexiv werden zu lassen. Perspektivisch soll die (Peer-)Reflexionsmatrix sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität damit Studierenden, Referendar*innen wie auch Lehrenden in Hochschule und Schule in ihrer fachspezifischen Selbstvergewisserung mithin der (Weiter-)Entwicklung ihrer Professionalität unterstützen. Gleichwohl die sozialwissenschaftsdidaktische Professionalität im Zentrum des Beitrages steht, können einige der Überlegungen auch für weitere Fachdidaktiken mutmaßlich ergiebig sein.</p> Volker Schwier Copyright (c) 2019 Volker Schwier http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2445 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 (Fach-)Unterricht untersuchen und (fach-)didaktisch reflektieren. https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2446 <p>Sprache hat im Unterricht eine tragende Funktion, denn Wissen wird stets sprachlich vermittelt. Gerade die mündliche Kommunikation ist oft das erste Medium, in welchem Prozesse der Wissensvermittlung und schulischer Sozialisation stattfinden. Die Art der Kommunikation unterscheidet sich dahingehend in vielfacher Hinsicht von der im Alltag. Zudem ist sie sehr komplex: Viele Prozesse verlaufen innerhalb der mündlichen Unterrichtskommunikation gleichzeitig. Forschendes Lernen im Praxissemester bedeutet in diesem Sinne, Unterricht als spezielle Form von Kommunikation wahrzunehmen und zu reflektieren. Das kann im Rahmen einer Gesprächsanalyse von ausgewählten Unterrichtssequenzen auf Basis von Video- oder Audioaufnahmen gelingen: Mit dieser Methode wird es möglich, die Komplexität der Unterrichtskommunikation zu reduzieren, indem einzelne Aspekte in den Fokus genommen werden und der Unterrichtsdiskurs mikroanalytisch ‚seziert‘ werden kann. Neben dem Fokus auf die Spezifika von Unterrichtskommunikation aus gesprächslinguistischer Perspektive eignet sich diese Methode auch zur Erforschung von deutschdidaktischen Aspekten, indem untersucht werden kann, <em>wie </em>diese Inhalte konkret im Unterricht vermittelt werden, <em>wie </em>Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten bzw. den Unterricht interaktiv gemeinsam gestalten etc. Das gesprächsanalytische Paradigma, sich normativer Bewertungen zu enthalten, kann dabei besonders zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte beitragen, indem sie forschend lernen, wie sich die ‚Unterrichtswirklichkeit‘ vollzieht. Dadurch entwickeln sie einen deskriptiven Blick auf unterrichtliche Praxis, der einen Reflexionsprozess anstoßen kann, in welchem fremder und/oder eigener Unterricht kritisch beleuchtet werden kann. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und dem Nutzen der Gesprächsanalyse für die Professionalisierung der Lehramtsstudierenden im Praxissemester und zeigt das Potenzial gesprächsanalytischer Vorgehensweise für das Forschende Lernen auf.</p> Ann-Christin Buttlar, Kristin Weiser-Zurmühlen Copyright (c) 2019 Ann-Christin Buttlar, Kristin Weiser-Zurmühlen http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2446 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Von der Beobachtung zur Reflexion – Die interaktive Emergenz fachdidaktischer und fachlicher Reflexionen zum Deutschunterricht https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2447 <p>Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Studierenden in einem Setting Forschenden Lernens gemeinsam Wissen aktualisieren und bearbeiten. Dabei liegt das Hauptinteresse auf einer exemplarischen Analyse einer Interaktionssequenz über ein Unterrichtsprotokoll. Während dieser Interaktion kommt es zu einem sukzessiven Aufkommen unterschiedlicher Bewertungspraktiken der beobachteten Praxis, die den rekonstruktiven Blick auf zugrundeliegende Wissensressourcen der Studierenden erlauben. Im weiteren Verlauf wird Wissen von der impliziten Verwendung im Rahmen der Bearbeitungspraktiken zum Gegenstand aktiver Reflexion transformiert. Die Rekonstruktion der Interaktion erlaubt Rückschlüsse auf die Lern- und Reflexionspotenziale forschungsorientierter Veranstaltungsformate im Rahmen der Lehramtsausbildung im Fach Deutsch.</p> Björn Stövesand Copyright (c) 2019 Björn Stövesand http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2447 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Professionalisierung im Fach Deutsch. Eine gesprächsanalytische Rekonstruktion von Erklärungen angehender Grundschullehrkräfte im Hinblick auf die Anwendung schriftsystematischen Wissens https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2448 <p>Der Beitrag beschäftigt sich aus gesprächsanalytischer Perspektive mit der Rekonstruktion von interaktiven Erklärungen in authentischen Situationen basaler Lese-Rechtschreibförderung. In den videographierten Förderstunden wird mit den Grundlagen der silbenanalytischen Methode nach Röber (2009, 2015) gearbeitet. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das die Silbe ins Zentrum des Schriftspracherwerbs rückt. Konkret werden zwei Erklärsequenzen gegenübergestellt, in denen Lehramtsstudierende in Einzelfördersituationen mit Zweitklässlern die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Hauptsilben erarbeiten. Es geht insbesondere darum zu beschreiben, wie die Studierenden die Erklärungen situativ strukturieren und fachlich konturieren. Es wird untersucht, wie sie auf Schülerbeiträge eingehen und wie es ihnen dadurch gelingt bzw. misslingt, den Erklärprozess zu managen und interaktiv Wissen herzustellen. Die Analyse zeigt, dass beide Studierende über das relevante schriftsystematische Wissen und über das Wissen zur didaktischen Aufbereitung des Lerngegenstandes verfügen, ihnen die Einbettung dieses Wissens in den situativen Kontext aber sehr unterschiedlich gelingt. Inwieweit sich diese Erkenntnisse für Konzeptionen und Umsetzungen Forschenden Lernens in der Hochschullehre nutzen lassen, wird abschließend diskutiert.</p> Catherina Herzig Copyright (c) 2019 Catherina Herzig http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2448 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Forschendes Lernen als Problemfeld des Praxissemesters in der Philosophiedidaktik https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2449 <p>Forschendes Lernen im Praxissemester wird nach wie vor als Problemfeld identifiziert. Ziel des Beitrags ist es, aus Studierendenperspektive zu rekonstruieren, warum eine Definition und eine entsprechende Umsetzung in der Schulpraxis als problematisch wahrgenommen werden. Dies passiert exemplarisch in der Fachdidaktik Philosophie.</p> Kinga Golus Copyright (c) 2019 Kinga Golus http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2449 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000 Gelegenheiten Forschenden Lernens im Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache im Praxissemester https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2450 <p>In der Diskussion zur Professionalisierung von angehenden Lehrer_innen wird dem <em>Forschenden Lernen</em> eine Brückenfunktion zugeschrieben, mit dem Studierende einen auf theoretischem Wissen basierenden reflexiven Umgang mit unterrichtlicher Praxis einüben sollen, um einen für die spätere Berufspraxis produktiven Forschenden Habitus ausbilden zu können. Der vorliegende Beitrag aus dem Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache (DaZ) nimmt die spezifische Rolle des Faches im Sinne der Querschnittsaufgabe von DaZ in den Blick und diskutiert die fachspezifischen Voraussetzungen mit Blick auf die notwendige Verknüpfung mit bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Inhalten des Lehramtsstudiums. Für die Analyse der Professionalisierung von angehenden Lehrer_innen im Fachgebiet DaZ, wird eine Theorie <em>Forschenden Lernens</em> vorgeschlagen, die auf der Theorie der Forschung von John Dewey fußt. Demnach ist das <em>Forschende Lernen</em> auf einem Kontinuum zwischen alltäglichen Praktiken des Untersuchens und wissenschaftlicher Forschung zu verorten (u.a. Dewey 1938/1991). Forschendes Lernen folgt einem allgemeinen Schema, das sowohl alltäglichen Praktiken der Problembewältigung als auch dem Spezialfall wissenschaftlicher Forschung unterliegt. Mit Blick auf die Professionalisierung von Lehrkräften im Fachgebiet DaZ wird die forschende (Grund-)Haltung (vgl. u.a. Wischer et al. 2014) mit Deweys Begriff eines flexiblen bzw. kommunikativen <em>habits</em> (vgl. Dewey 1925/1981: 214) als Fluchtpunkt Forschenden Lernens thematisiert. Anhand exemplarischer Fallanalysen aus einem Korpus narrativer Interviews zu Erfahrungen von Studierenden im Praxissemester wird schließlich das Spektrum der Nutzung von Gelegenheiten <em>Forschenden Lernens</em> aufgezeigt. Während eine Informantin lediglich die punktuelle, gänzlich auf fachdidaktische Planungszwänge abgestellte Nutzung von Inhalten aus dem DaZ-Modul darstellt, rekonstruiert die zweite Informantin ihre Erfahrung mit Gegenständen aus dem Fachgebiet DaZ als Erkenntnisprozess, der zu einer Veränderung ihrer Wahrnehmung und ihres Handelns in einem Bereich des Fachunterrichts geführt hat. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der Reichweite der Ergebnisse.</p> Udo Ohm, Anika Zörner Copyright (c) 2019 Anika Zörner, Udo Ohm http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/2450 Do, 14 Mär 2019 00:00:00 +0000