Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz <p>Das Online-Journal ‚Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)‘ veröffentlicht hochschuldidaktische Arbeiten sowie theoretische und empirische Beiträge aus der und für die Lehrer*innenbildung in allen Phasen.<br>Erprobte Konzepte und Formate aus der Lehrer*innenbildung werden zitierfähig und nachhaltig dokumentiert.</p> de-DE <p>Sämtliche Inhalte der HLZ werden freigegeben unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, Version 4.0 International (CC BY-SA 4.0). Die Urheber_innen und die Rechteinhaber_innen der in der HLZ veröffentlichten Beiträge gewähren grundsätzlich allen Nutzer_innen unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen. Unter der Bedingung, dass Autor_innen und Herausgeber_innen gemäß der Zitationshinweise sowie die Lizenz als »Lizenz: CC BY-SA 4.0« einschließlich der untenstehenden Lizenz-URL genannt werden, dürfen die Beiträge der HLZ vervielfältigt, weitergereicht und auf beliebige Weise genutzt werden, auch kommerziell und ebenso online wie in gedruckter oder anderer Form. Auch die Bearbeitung ist erlaubt unter der zusätzlichen Bedingung, dass das neu entstandene Werk als Bearbeitung gekennzeichnet wird und im Falle einer Veröffentlichung unter derselben Lizenz wie in der HLZ freigegeben wird.</p> hlz@uni-bielefeld.de (Dr. Janka Goldan und Dr. Jan Christoph Störtländer) ojs.ub@uni-bielefeld.de (OJS-Team der Universitätsbibliothek Bielefeld) Mo, 08 Feb 2021 00:00:00 +0000 OJS 3.2.1.3 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Digitalisierung in der Fachliteratur zum Lehrer*innenberuf https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4518 <p>Digitalisierung im Lehrer*innenberuf erfährt seit Beginn der Corona-Pandemie in Wissenschaft und Öffentlichkeit eine noch stärkere Aufmerksamkeit. Bislang ist aber weitgehend ungeklärt, was in der einschlägigen Fachliteratur konkret unter dem Begriff und Gegenstand der Digitalisierung verstanden wird. Dieser Beitrag fragt danach, welche begrifflichen Konnotationen und gegenstandsbezogenen Bestimmungen in der Diskussion prominent sind und wie Digitalisierung theoretisch gerahmt wird. Anhand einer critical review wird ein heuristischer Überblick zum Begriffsgebrauch und Gegenstand gegeben. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Diskussion auf digitale Kompetenzen von Lehrpersonen oder auf technische Aspekte enggeführt wird und eine Ausweitung des Diskurses zu einer gewinnbringenden Perspektivenerweiterung führen kann.</p> Karen Binder, Colin Cramer Copyright (c) 2021 Karen Binder, Colin Cramer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4518 Di, 09 Nov 2021 00:00:00 +0000 (Literar-)ästhetisches Lernen und Kulturelle Bildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4000 <p>Der Wert der kulturellen Bildung im schulischen Kontext ist unbestritten. Die zahlreichen Potenziale kultureller Bildung liegen etwa in der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, der Selbstwirksamkeitserwartung und der kulturellen Teilhabe aller Schüler*innen, da der Lernort Schule auch Kinder adressieren kann, die im außerschulischen Kontext nur wenig bis keine Berührungspunkte mit kultureller Bildung haben. Eine strukturelle und fächerübergreifende Verankerung kultureller Bildung in der Lehrer*innenbildung stellt – trotz einiger (oft standortgebundener) Modellversuche – eine systematische Leerstelle dar. Mit diesem Beitrag soll eine Grundlage für eine entsprechende Perspektiverweiterung in der Lehrer*innenausbildung geschaffen werden, denn Lehrkräfte sind als zentrale Multiplikator*innen kultureller Handlungspraxen anzusehen. Zunächst werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt, daran anschließend Fragen zur Relevanz und Implementierung der kulturellen Bildung in die Lehrer*innenbildung diskutiert. Ziel ist es, anhand theoretischer Begründungslinien die besondere Bedeutung von (literar-)ästhetischen Zugängen und kultureller Bildung in Schule und Unterricht zu verdeutlichen und zu einer Weiterentwicklung einer entsprechenden Lehrer*innenbildung anzuregen.</p> Corinna Massek, Susanne Miller, Petra Josting Copyright (c) 2021 Corinna Massek, Susanne Miller, Petra Josting https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4000 Di, 17 Aug 2021 00:00:00 +0000 Individuelle Förderung in inklusiven Schulen als ethische Herausforderung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4004 <p>Die ethischen Fragen und Spannungsfelder individueller Förderung in inklusiven Schulen werden in der Ausbildung von Lehrkräften bisher nicht ausreichend behandelt. Gleichwohl wird erwartet, dass Lehrkräfte neben fachlichen und methodischen Kompetenzen auch ethische Kompetenzen in die Förderdiagnostik und das anschließende Fördervorgehen einbringen: Sie sollen ethische Implikationen ihrer Entscheidungen reflektieren, über eine wertebasierte Urteilsfähigkeit verfügen sowie Verantwortung für ihr pädagogisches Handeln übernehmen. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, wird in diesem Beitrag für die Einführung einer ethischen Ausbildung angehender Lehrkräfte plädiert. Vorgestellt wird eine Modellkonzeption für zwei konsekutive Module im bildungswissenschaftlichen Anteil von Lehramtsstudiengängen, in denen Studierende eine Ethical Literacy in Bezug auf ihr förderpädagogisches Handeln in inklusiven Schulen erwerben.</p> Michael Quante, Silvia Wiedebusch Copyright (c) 2021 Michael Quante, Silvia Wiedebusch https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4004 Di, 11 Mai 2021 00:00:00 +0000 Vielfalt stärken – Ausbildung von studentischen Sprachförderlehrkräften https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3542 <p>Der Beitrag beschreibt die Ergebnisse einer Fragebogenstudie aus dem Projekt <em>Vielfalt stärken – Sprachförderung für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache</em> der Universität Paderborn. Das Projekt zielt darauf ab, Lehramtsstudierenden aller Studiengänge und Fächer komplexe Lerngelegenheiten außerhalb der obligatorischen Praktika in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung zu eröffnen. Die Studierenden werden in einem universitären Begleitseminar zu Sprachförderlehrkräften ausgebildet und unterrichten in Kleingruppen Schüler*innen mit Migrationshintergrund und Sprachförderbedarf an Schulen in Stadt und Kreis Paderborn. Mit einer sprachspezifischen Ausrichtung und einer intensiven Betreuung findet die schulpraktische Lerngelegenheit semesterbegleitend statt. Den Studierenden wird damit über das Modul „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ (DSSZ) hinaus eine fakultative, praxisnahe Vertiefung im Bereich Deutsch als Zweitsprache, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit angeboten. Der Beitrag geht nach Darstellung des Projektkonzeptes auf die empirische Auswertung eines zur Projektevaluation und Selbsteinschätzung genutzten Fragebogens (n=53) ein. Die empirischen Befunde verdeutlichen, dass die selbstständige wöchentliche Unterrichtsplanung und -durchführung nach subjektiver Einschätzung der Studierenden den größten Effekt auf allgemeine wie sprachdidaktische Fähigkeiten und die Entwicklung der Lehrpersönlichkeit nimmt. Die Projektarbeit als Lerngelegenheit der Sprachförderung im Lehramtsstudium könnte demnach insbesondere für praktische DaZ-Kompetenzen und Lehrkompetenzen entwicklungsförderlich sein. Für die Ausbildung der Sprachförderlehrkräfte und ihre positiven Erfahrungen ist zentral, dass eine enge Betreuung und eine sorgfältige Begleitung der Studierenden gegeben sind.</p> Lara Diederichs Copyright (c) 2021 Lara Diederichs https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3542 Mo, 08 Feb 2021 00:00:00 +0000 „Schwierigkeiten mit Schülern“ – Zur Ambivalenz der Rollenstärkung von Lehrer*innen in der Supervision https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4259 <p>Mit dem vorliegenden Beitrag wird eine objektiv hermeneutische Rekonstruktion eines Interviews dargestellt, in dem eine Lehrerin eine entgrenzte Unterrichtssituation mit einer 10. Klasse und deren supervisorische Bearbeitung schildert. Die Rekonstruktion zeigt, wie einerseits ihre fragile Einnahme der Lehrer*innenrolle mithilfe der Supervision gestärkt wird, aber auch, wie dadurch andererseits die spezifischen Bedingungsgefüge in der schulischen Interaktion ausgeblendet werden, was dann zu einer wiederum entgrenzten Wiederherstellung der organisationalen Ordnung führt.</p> Hans-Peter Griewatz Copyright (c) 2021 Hans-Peter Griewatz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4259 Di, 17 Aug 2021 00:00:00 +0000 Wie hängen bildungswissenschaftliches Professionswissen, Einstellungen zu Reflexion und die Reflexionsperformanz angehender Lehrpersonen zusammen? https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4057 <p>In der Debatte um das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis wird der Reflexionskompetenz angehender Lehrpersonen eine große Bedeutung zugeschrieben, da sie vielfach als Vermittlungsinstanz zwischen theoreti-schem Wissen und praktischen Handlungserfahrungen verstanden wird (z.B. Häcker, 2017). Anknüpfend an kompetenztheoretische Rahmenmodelle (von Aufschnaiter, Fraij &amp; Kost, 2019; Blömeke, Gustafson &amp; Shavelson, 2015) sowie ein kognitiv-psychologisches Reflexionsverständnis (Aeppli &amp; Lötscher, 2016; Korthagen, 2001) werden im vorliegenden Beitrag Ergebnisse einer Untersuchung zum Zusammenhang von Wissen und Reflexion berichtet. In einer Stichprobe von N=295 Lehramtsstudierenden aller Schulformen wurden das bildungswissenschaftliche Professionswissen mittels eines Wissenstests, reflexionsbezogene affektiv-motivationale Dispositionen durch Selbsteinschätzungsskalen sowie reflexionsbezogene Performanz mit Hilfe schriftlicher Situationsvignetten erfasst. Durch Korrelations- und Regressionsanalysen können signifikante, positive Zusammenhänge zwischen dem Wissen der Studierenden, der subjektiven Einschätzung der Relevanz von Reflexion im Lehramtsstudium, ihren reflexionsbezogenen Selbstwirksamkeitserwartungen sowie der reflexionsbezogenen Performanz nachgewiesen werden. In den Regressionsanalysen zeigt sich ein Effekt ausschließlich bzgl. des bildungswissenschaftlichen Wissens auf die reflexionsbezogene Performanz der Studierenden.</p> Jana Stender, Christina Watson, Christoph Vogelsang, Niclas Schaper Copyright (c) 2021 Jana Stender, Dr. Christina Watson, Dr. Christoph Vogelsang, Prof. Dr. Niclas Schaper https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4057 Di, 17 Aug 2021 00:00:00 +0000 Sachunterrichtsbezogene Teilstudiengänge aus NRW auf dem Prüfstand https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4031 <p>Aufgrund der Charakteristika des Faches Sachunterricht und seiner Didaktik gilt das Studium als komplex. Bisherige Studien weisen auf die bundesweit sehr heterogene Ausbildungssituation für dieses Grundschulfach hin. Vor dem Hintergrund vergleichbarer Studienabschlüsse, der Umsetzung der Ansprüche der Sachunterrichtsdidaktik und der Ausbildung einer entsprechenden Fachidentität gilt es, derzeitige Ausbildungsstrukturen und -inhalte näher zu untersuchen. Anknüpfend an das kürzlich von der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts entwickelte Qualifikationsmodell zu Mindeststandards für die Aus- und Weiterbildung von Sachunterrichtslehrkräften wird exemplarisch für das Bundesland Nordrhein-Westfalen das intendierte Curriculum der hiesigen acht Studienstandorte auf der Ebene von Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern für die sachunterrichtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge untersucht. Die Ergebnisse der Dokumentenanalyse zeigen, dass die Ausbildungssituation im Hinblick auf das intendierte Curriculum nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf Bundeslandebene und sogar innerhalb einer Universität äußerst heterogen gestaltet ist. Es gibt große Unterschiede hinsichtlich der Berücksichtigung und Gewichtung fachwissenschaftlicher Anteile verteilt auf die Perspektiven des Sachunterrichts sowie hinsichtlich der Realisierung einer Vernetzung der Perspektiven.</p> Yannick Schilling, Melanie Beudels, Miriam Kuckuck, Angelika Preisfeld Copyright (c) 2021 Yannick Schilling, Melanie Beudels, Miriam Kuckuck, Angelika Preisfeld https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4031 Di, 20 Jul 2021 00:00:00 +0000 Supervision/Coaching in der Lehrer*innenbildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3567 <p>Die Inanspruchnahme von Supervsision/Coaching dient in vielen Berufsfeldern als Möglichkeit der Professionalierung, z.B. auch in der Lehrer*innenausbildung. In der vorliegen Studie wird die Intention von Junglehrer*innen unstersucht, in ihrem Berufsleben Supervision/Coaching in Anspruch zu nehmen. Basierend auf der Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of planned Bevaviour) wurde ein reliaber und valider Fragebogen zu dieser Thematik entwickelt, der von 132 Leher*innen berbeitet wurde. Es zeigte sich, dass die Intention Supervison/Coaching in Anspruch zu nehmen in erster Linie von den Einstellungen und der (beruflichen) sozialen Norm der Proband*innen abhing. Die empfundene soziale Norm der Stichprobe war gering ausgeprägt, hingegen waren die Einstellungen zur Supervision/zum Coachimg der Stichprobe positiv. Trotzdem war die Bereitschaft, an einer Supervison/einem Coaching teilzunehmen nur im durchschnittlichen Bereich verortet. Die statistischen Befunde der vorliegenden Untersuchung werden vor dem Hintergrund einer hermeneutisch-rekonstruktiven Perspektive diskutiert, insbesondere die beobachtete „Attitude-Intention-Gap“. Zudem wird das Verhältnis Supervison/Coaching und Schule perspektivisch beleuchtet.</p> Griewatz Hans-Peter, Heuckmann Benedikt, Roman Asshoff Copyright (c) 2021 Griewatz Hans-Peter, Heuckmann Benedikt, Roman Asshoff https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3567 Mi, 10 Feb 2021 00:00:00 +0000 Wie belastend war das Corona-Semester? https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4376 <p>Die pandemiebedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 hatten auch einen starken Einfluss auf Langzeitpraktika in der Lehramtsausbildung. Lehramtsstudierende im Praxissemester waren verstärkt mit vollständigen Schließungen und Unterricht auf Distanz konfrontiert. Auch wenn teilweise Öffnungen stattfanden, waren das Ausmaß und die Art von schulischen Lerngelegenheiten anders als unter Bedingungen typischer Praxissemester. Universitäre Begleitveranstaltungen fanden ebenfalls überwiegend auf Distanz statt. Solche Situationen der Ungewissheit und schnelle Adaptionen an veränderte Rahmenbedingungen können zu verstärktem Stress führen. Um zu untersuchen, inwiefern sich die Bedingungen des Praxissemesters während des Lockdowns im Frühjahr 2020 auf das Belastungserleben der Studierenden ausgewirkt haben, wurde eine Vergleichsanalyse zweier repräsentativer Praxissemesterkohorten der Universität Paderborn vorgenommen. Als Teil regelmäßiger Onlinebefragungen wurde das Belastungserleben der Studierenden der COVID-19-beeinflussten Kohorte (N<sub>1</sub>=344) und der vorherigen Kohorte unter typischen Bedingungen (N<sub>2</sub>=268) sowohl zu Beginn als auch am Ende des Praxissemesters mit Hilfe des Maslach-Burnout- Inventars für Studierende erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die emotionale Erschöpfung im Verlauf des COVID-19-beeinflussten Praxissemesters geringer wurde. Zudem war das Erleben emotionaler Erschöpfung im Praxissemester während der Schulschließungen geringer als im typischen Praxissemester. Die Unterstützung durch Praxismentor*innen konnte als wichtiger Einflussfaktor bestätigt werden. Als subjektiv bedeutsamsten Belastungsfaktor im COVID-19-Semester nannten die Studierenden die Wahrnehmung von Ungewissheit bzgl. ihrer professionellen Entwicklung.</p> Christoph Vogelsang Copyright (c) 2021 Christoph Vogelsang https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4376 Di, 05 Okt 2021 00:00:00 +0000 Das eigene digitale Schreiben erforschen https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4343 <p>Wie denken angehende Deutschlehrkräfte über digitale Kommunikationspraktiken und wie vermitteln sie dies ihren Schüler*innen im Deutschunterricht? Im Lehr-Lern-Projekt „Grammatik und Schule im digitalen Zeitalter“ steht die sprachwissenschaftliche und autoethnographische Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit den eigenen digitalen Schreibpraktiken und den damit verbundenen Sprachideologien im Mittelpunkt. Der vorliegende Beitrag stellt die Struktur und Inhalte des Seminars dar und zeigt, wie Seminarteilnehmende durch die Beforschung ihrer eigenen digitalen Schreibdaten zugleich Forschende und Beforschte werden. Das Seminar ist durch aufeinander aufbauende Blöcke strukturiert: 1. Theoretische Grundlagen; 2. Empirische Erforschung eigener digitaler Schreibpraktiken; 3. Entwicklung eines Unterrichtskonzepts. Durch die empirische Arbeit an den eigenen digitalen Daten (Block 2) wird der Erwerb bzw. die Erweiterung metalinguistischer Kompetenzen und eines metapragmatischen Bewusstseins gefördert. Die Reflexion über und die praktische Erprobung von Transferpotenzialen für den Deutschunterricht wird durch die Gestaltung eines Unterrichtskonzepts modelliert (Block 3). Zusätzlich zu seinem sprachwissenschaftlichen Anspruch versteht sich das Lehr-Lern-Projekt als Open-Science-Projekt: Alle Seminarmaterialien sind als Open Educational Resources öffentlich zugänglich, und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Ergebnisse in Open Access zu veröffentlichen.</p> Naomi Truan, Dennis Dressel Copyright (c) 2021 Naomi Truan, Dennis Dressel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4343 Mi, 24 Nov 2021 00:00:00 +0000 LLEKlas - Lehr-/Lernarrangements zum Erwerb von Klassenführungsstrategien https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3968 <p>Im vorliegenden Beitrag wird ein Lehrveranstaltungskonzept zum Erwerb von Klassenführungsstrategien im Lehramtsstudium vorgestellt. Dem Expertiseansatz folgend wird Studierenden dabei deklaratives und konditional-prozedurales Wissen über Klassenführung vermittelt, mit dem Ziel, Handlungsstrategien der Klassenführung theoriegeleitet zu erkennen, zu analysieren und zu beurteilen. Für diesen Zweck wurden Lehr-/Lernarrangements entwickelt, die Wissen und Anwendung verknüpfen. In aufeinander aufbauenden Modulen werden die Studierenden angeleitet, die professionelle Wahrnehmung zu schulen und Handlungsmuster zu erkennen, durch die eine erfolgreiche Klassenführung gekennzeichnet ist. Kern des Konzeptes bilden das Linzer Konzept der Klassenführung (LKK; Lenske &amp; Mayr, 2015a) und der dazugehörige Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung (LDK; Mayr, Eder, Fartacek, Lenske &amp; Pflanzl, 2018), wonach die Handlungsbereiche Beziehung, Kontrolle und Unterricht als die zentralen Komponenten der Klassenführung abgebildet werden. Über Videovignetten und Rollenspiele sollen Studierende Handlungsstrategien effizienter Klassenführung erkennen, theoretisch rückbinden und reflektiert auswählen können. Der Beitrag begründet im ersten Schritt die Bedeutung der Klassenführung und definiert das Begriffsverständnis. Er widmet sich im Anschluss der didaktischen Verortung und der Umsetzung des Konzeptes. Ebenso werden die Methoden der Videovignetten und des Rollenspiels aus hochschuldidaktischer Sicht beleuchtet und ihre Bedeutung für das Lehrveranstaltungskonzept aufgezeigt. Im beigefügten Online-Supplement wird die Durchführung der Lehrveranstaltung im Detail erläutert, was interessierten Kolleg*innen die Übernahme des Konzeptes ermöglichen soll. Der Beitrag schließt mit einem Erfahrungsbericht und ersten Befunden zur Überprüfung des Wissenserwerbs zur Klassenführung. Formative sowie summative Evaluation des Lehrveranstaltungskonzeptes bescheinigen den dargestellten Lehr-/Lernarrangements positive Effekte.</p> Elisabeth Seethaler, Petra Hecht, Georg Krammer, Gerlinde Lenske, Barbara Pflanzl Copyright (c) 2021 Elisabeth Seethaler, Petra Hecht, Georg Krammer, Gerlinde Lenske, Barbara Pflanzl https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3968 Mi, 24 Feb 2021 00:00:00 +0000 „Ist die Coronapandemie von Gott gewollt?“ https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4173 <p>Wie kann eine Professionalisierung angehender Lehrkräfte hinsichtlich des religionsdidaktisch erfolgreichen Ansatzes der Kinder- und Jugendtheologie bereits universitär angestoßen und entwickelt werden? Eingerahmt in das von Petra Freudenberger-Lötz (2013) entwickelte Kasseler „Studienprofil Theologische Gespräche“ (vgl. S. 89), stellt der folgende Artikel eine eigens erstellte Seminarkonzeption vor, die vorbereitend für die praxisorientierte Leitung Theologischer Gespräche das theologisch eigenständige Fragen und Nachdenken der Studierenden in den Fokus rückt. Entwickelt wurde diese Seminarkonzeption innerhalb der Kasseler Projekte PRONET und PRONET², welche im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert werden. Die entstandene Seminarkonzeption wird in diesem Artikel zunächst in ihren didaktischen Anliegen theoretisch begründet und schließlich praxisorientiert dargestellt. Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt hierbei auf der Einbettung und Ausführung derjenigen Seminaranteile, die auf aktuellen theologischen Fragen der Studierenden aufbauen: Denn nicht nur Kinder und Jugendliche stellen bedeutsame Fragen (vgl. Freudenberger-Lötz, 2007, S. 21), sondern auch Studierende des Lehramts Theologie bringen immer schon eigene Vorstellungen, Gedanken und Auffassungen in ihr Studium mit – und wünschen sich vielfach, persönlich bedeutsame theologische Fragen in diesem klären zu können (vgl. Riegel &amp; Mendl, 2011, S. 349). Die hier dargestellte und dies aufgreifende Seminarkonzeption will so zuletzt auch zur Ausbildung der für die Leitung Theologischer Gespräche als wichtig erachteten Haltung des involvierten Forschenden beitragen (vgl. Kap. 2.2).</p> Carolin M. Altmann Copyright (c) 2021 Carolin M. Altmann https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4173 Di, 16 Nov 2021 00:00:00 +0000 Ein Blick zurück – ein Schritt nach vorn: Biografiearbeit in der Hochschulbildung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3987 <p>Reflexionskompetenz ist im Kontext universitärer Ausbildung von angehenden Lehrkräften mittlerweile eine zentrale Schlüsselkompetenz, die sich in zahlreichen Seminarbeschreibungen und Modulhandbüchern wiederfindet. Dabei stellen sowohl die Anleitung von Reflexionsprozessen als auch die Einlassung darauf voraussetzungsvolle Momente für Dozierende und Studierende dar. Eine besondere Anforderung ergibt sich dann, wenn es sich bei dem Reflexionsgegenstand um die eigene (Bildungs-)Biografie der Studierenden handelt. Im folgenden Artikel wird dargelegt, inwiefern eigene lebensgeschichtliche Erfahrungen in der Ausbildung angehender Lehrkräfte berücksichtigt werden können. Anhand eines Seminarkonzepts werden theoretische Grundlagen sowie anwendungsbezogene Durchführungshinweise geboten, die Hinweise für die Herstellung von geeigneten Rahmenbedingungen, beidseitige Anforderungen und die Besonderheiten des didaktischen Prinzips „Biografiearbeit“ liefern. Die Erfahrungen mit diesem Seminarkonzept führen notwendigerweise zu dem Schluss, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie als Teil des Professionalisierungsprozesses zu begreifen ist.</p> Alice Junge, Karolina Siegert Copyright (c) 2021 Dr. phil. Alice Junge, Karolina Siegert https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3987 Di, 29 Jun 2021 00:00:00 +0000 Das Linzer Entwicklungsportfolio https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3846 <p>Im Professionalisierungsprozess von Lehrpersonen werden ein ausgeprägtes Reflexionsvermögen und eine forschende Haltung als zentrale Aspekte angesehen. In der neuen österreichischen Sekundarstufenlehrerausbildung sind schulpraktische Phasen, bei denen Studierende von Praxispädagog*innen begleitet werden, ein wichtiger Punkt der Ausbildung. In ihnen wird ein Brückenele-ment zur Verbindung der theoretischen Lehrinhalte an der Hochschule mit den praktischen Handlungsfeldern in der Schule gesehen. Im Cluster Mitte, Standort Linz, werden die bildungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen an den beiden pädagogischen Hochschulen und der lokalen Universität abgehalten. Die Praxisphasen finden an unterschiedlichen Schultypen der Sekundarstufe statt, wobei ca. 900 Praktikumsplätze pro Semester vergeben werden. Um bei so vielen lehrenden Personen einheitliche Standards zu gewährleisten, sind verbindliche Konzepte für Inhalte und Aufträge an die handelnden Personen notwendig. Ausbildungsbegleitend wird daher mit einem Entwicklungsportfolio gearbeitet, welches die zentralen curricularen Kompetenzen verdichtet abbildet und Studierenden die Gelegenheit bietet, einerseits ihre Lerngelegenheiten im Ausbildungsprozess zu dokumentieren und andererseits am Ende des Studiums ihre individuelle Entwicklung zu reflektieren. In diesem Beitrag werden die Konzeption des Linzer Entwicklungsportfolios vorgestellt und die Ausgestaltung unter den vorliegenden Rahmenbedingungen dargestellt. Dabei werden Gelingensbedingungen in der Portfolioarbeit genauer betrachtet. Es wird zudem die Frage geklärt, welches Innovationspotenzial in der Arbeit mit dem Entwicklungsportfolio steckt und wie dieses anhand bestehender Kategorien charakterisiert werden kann.</p> Michael Himmelsbach Copyright (c) 2021 Michael Himmelsbach https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3846 Mi, 24 Mär 2021 00:00:00 +0000 Umgang mit beruflichen Belastungen https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3143 <p>Der Beitrag umfasst die Beschreibung und Evaluation von Lernbausteinen zum Umgang mit beruflichen Anforderungen für angehende Lehrkräfte. Insgesamt elf Lernbausteine wurden in einem multiprofessionellen Team konzipiert. Kernelement jedes Lernbausteins ist eine Fallbeschreibung, die einen empirisch belegten Stressor des Lehrkräfteberufs beinhaltet. Ziel der Lernbausteine ist die Entwicklung von Handlungsalternativen zur Bearbeitung der konzipierten Situationen. Damit greifen die Lernbausteine eine Forderung für die Lehrerausbildung auf und schaffen entsprechend der KMK-Kompetenzen eine Lerngelegenheit, die sowohl zur Auseinandersetzung mit relevanten „Ergebnissen der Belastungs- und Stressforschung“ als auch zum „Umgang mit Belastungen“ anregt (KMK, 2019). Die Lernbausteine wurden im Rahmen eines Master-Seminars an der Leuphana Universität Lüneburg mit Lehramtsstudierenden (N = 30) eingesetzt und dort mit einem Prä-Post-Design evaluiert. Der Fokus der Evaluation lag auf der möglichen gesundheitsförderlichen Wirkung der Arbeit mit den Lernbausteinen. Hierfür wurden das Kohärenzgefühl (Antonovsky, 1997) bzw. dessen Kerndimensionen Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Bewältigbarkeit als bedeutsame Gesundheitsressource erhoben. Die Studierenden bewerteten berufliche Belastungen anhand der Kohärenz-Dimensionen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kohärenz-Dimensionen nach der Arbeit mit den Lernbausteinen überwiegend signifikant positiver eingeschätzt werden (Post-Erhebung). Der Effekt für die Bewältigbarkeit ist dabei besonders hoch.</p> Milena Peperkorn, Timo Beckmann, Alina Knabbe, Timo Ehmke, Peter Paulus Copyright (c) 2021 Milena Peperkorn, Timo Beckmann, Alina Knabbe, Timo Ehmke, Peter Paulus https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3143 Do, 20 Mai 2021 00:00:00 +0000 Das eigene Lernen biographisch betrachten https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4163 <p>Die Beschäftigung mit der eigenen Biographie kann zu einer Reflexion des Selbstbildes führen und durch entsprechende Impulse, etwa auf die eigene Lerngeschichte, spezifische Lebensbereiche in den Blick rücken. Dies erscheint gerade auch in der Lehrer*innenbildung ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Ausgestaltung innovativer hochschuldidaktischer Formate zu sein. In diesem Beitrag wird das Instrument Lernbiographiekurve vorgestellt und anhand zweier Beispiele exemplarisch betrachtet. Aufgezeigt werden Perspektiven für den Einsatz in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung.</p> David Rott, Julia Gilhaus-Schütz, Kerstin Hochhaus, Christian Fischer Copyright (c) 2021 David Rott, Julia Gilhaus-Schütz, Kerstin Hochhaus, Christian Fischer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4163 Di, 05 Okt 2021 00:00:00 +0000 Planspiel Förderausschuss https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4281 <p>Inklusion stellt ein normatives Leitbild sowie einen (bildungs-) politisch forcierten Anspruch an Schule dar, der jedoch im Widerspruch zur selektiven Funktionsweise des Schulsystems steht. Angehende Lehrkräfte müssen entsprechend im Rahmen ihrer Ausbildung auf den reflektierten Umgang mit pädagogischen Entscheidungen im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion vorbereitet werden. Eine „Lupenstelle“ für professionelles Handeln in diesem Spannungsfeld stellen Entscheidungen über den Beschulungsort dar. Eine Methode, welche in den Sozialwissenschaften zur Förderung des reflexiven Lernens eingesetzt, in der Lehrkräftebildung bisher jedoch selten genutzt wird, ist das Planspiel. Planspiele simulieren eine Entscheidungssituation, in der konfligierende Positionen durchgesetzt werden sollen. Vor diesem Hintergrund wird im Beitrag ein Planspieldesign mit realitätsnahem Szenario vorgestellt, in dem eine Entscheidung über die inklusive versus exklusive Beschulung eines Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Fokus steht. Es ist untergliedert in eine Vorbereitungsphase zur Erarbeitung der Argumentationsstrategie für die zu vertretende Position, eine Spielphase, in welcher die Entscheidungssituation simuliert wird, und eine Reflexionsphase zur Aufarbeitung des Spielverlaufs sowie zur Anbahnung des Lerntransfers. Das Planspiel wurde über mehrere Semester entwickelt und in der ersten und zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung eingesetzt; entsprechende Materialien sind dem Beitrag als Online-Supplement beigefügt. Der Beitrag schildert Phasen, Rollen und den genauen zeitlichen Ablauf in zwei Seminarsitzungen und veranschaulicht dies durch Beispiele aus der Praxis. Ergebnisse einer formativen Evaluation werden berichtet und Schlussfolgerungen für einen phasenübergreifenden Einsatz gezogen.</p> Maria Theresa Meßner, Katja Adl-Amini, Ilonca Hardy, Tim Engartner Copyright (c) 2021 Maria Theresa Meßner, Prof.in Dr. Katja Adl-Amini, Prof.in Dr. Ilonca Hardy, Prof. Dr. Tim Engartner https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4281 Di, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Optionale Onlinekurse als Werkzeug der Studiengangsflexibilisierung https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4152 <p>Im Beitrag wird ein Onlinekurs für das Lehramtsstudium Mathematik vorgestellt. Der Kurs ermöglicht durch Videos, elektronische Aufgaben mit gestuftem Feedback und ein asynchrones Austauschforum eine eigenverantwortliche Erarbeitung wesentlicher Grundlagen der mathematikdidaktischen Entwicklungsarbeit. Durch das freiwillige Angebot wird Studierenden der Modulvorzug und damit ein flexiblerer Studienverlauf ohne Qualitätsverluste ermöglicht, da die fachdidaktischen Grundlagen zusätzlich gesichert werden. Neben der primären Zielgruppe können auch Studierende, die ihre Abschlussarbeit im Bereich der Mathematikdidaktik schreiben, von dem Angebot profitieren. Ein abschließender Erfahrungsbericht basiert auf der intensiven Analyse der Evaluationsergebnisse einer Studierendengruppe sowie auf den Zugriffsstatistiken, die bei der Pilotierung entstanden sind.</p> Marvin Titz Copyright (c) 2021 Marvin Titz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4152 Di, 23 Nov 2021 00:00:00 +0000 Perspektiven von Schüler*innen auf das „Rausgehen“ als gemeinsamer Reflexionsimpuls https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4045 <p>In dem Beitrag wird eine Lehrkonzeption für eine digitale (lehramtsübergreifende) Fallarbeit vorgeschlagen. Diese umfasst zwei Sitzungen und wurde im digitalen Sommersemester 2020 zum einen an den Standorten Aachen und Hannover „lehramtsübergreifend“ mit Studierenden der Sonderpädagogik sowie des Lehramts an Gymnasien und Gesamtschulen bzw. des Lehramts an Berufskollegs, zum anderen am Standort Göttingen im gymnasialen Lehramt erprobt. Die Konzeption umfasst eine individuelle Auseinandersetzung mit kasuistischem Material sowie daran anschließend einen digitalen Austausch in Studierendengruppen mittels Videokonferenz. Auf Basis von qualitativ-empirischen Ergebnissen rückt das Phänomen „Rausgehen“ im Sinne einer leistungsbezogenen äußeren Differenzierung im Kontext des Förderschwerpunktes Lernen in den Fokus. Hierbei wird an ein Verständnis von Schule als Ort der (Re-)Produktion von Differenz angeschlossen. Der Schwerpunkt der Fallarbeit liegt auf Perspektiven von Schüler*innen. Hierbei geht es sowohl um das eigene Rausgehen als auch das Rausgehen anderer. Die Lehrkonzeption zielt darauf, den Studierenden die Reflexion von Differenzkonstruktionen im schulischen Kontext zu ermöglichen. In der Konzeption der Fallarbeit werden u.a. Strategien der Grounded Theory aufgegriffen, jedoch erfolgt keine im engeren Sinne forschungsmethodische Ausrichtung. Ausgehend von gängigen Systematisierungen kasuistischer Ansätze, die u.a. zwischen forschungsorientiert/rekonstruktiv und praxisreflexiv/-analytisch unterscheiden, kann dies als „Mischform“ gefasst werden. Das fokussierte Phänomen Rausgehen greift (multi-)professionelle Kooperation als Thema inklusiver Lehrer*innenbildung auf; in der lehramtsübergreifenden Variante spiegelt sich diese zudem im Format wider. In dem Beitrag werden Ablauf und Materialien sowie studentische Rückmeldungen zur digitalen (lehramtsübergreifenden) Fallarbeit vorgestellt.</p> Ann-Kathrin Arndt, Jonas Becker, Sina-Mareen Köhler, Jessica M. Löser, Michael Urban, Rolf Werning Copyright (c) 2021 Ann-Kathrin Arndt, Jonas Becker, Sina-Mareen Köhler, Jessica M. Löser, Michael Urban, Rolf Werning https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/4045 Di, 29 Jun 2021 00:00:00 +0000 Zum Kulturbegriff und Verständnis Kultureller Bildung von Studierenden im Grundschullehramt https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3420 <p>Vor dem Hintergrund von Globalisierungsprozessen und einem damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel gewinnt kulturelle Bildung für den Erwerb von fächerübergreifenden Schlüsselkompetenzen zunehmend an Bedeutung. Dabei weist der Lernort Schule im Hinblick auf die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten sozialen Lagen besonderes Po-tenzial auf. Um kulturelle Bildung in der Schule erfolgreich zu implementieren, müssen Lehrer*innen über entsprechendes Wissen verfügen. Dass sich bislang nur in wenigen Konzepten der Lehrer*innenbildung eine thematische Verankerung von Aspekten kultureller Bildung feststellen lässt, wird mit dem vorliegenden Beitrag aufgegriffen. Es wird eine Seminareinheit zur Einführung in das Thema kulturelle Bildung aus zwei Masterseminaren der sprachlichen Grundbildung sowie einem bildungswissenschaftlichen Seminar vorgestellt. Teil dieser Seminareinheit sind zwei Arbeitsaufträge, die mithilfe einer Fotodokumentation und einer Grup-penarbeit (World-Café) mit anschließender Postergestaltung das Verständnis der Lehramtsstudierenden von Kultur und kultureller Bildung thematisieren.</p> Corinna Massek, Petra Josting, Susanne Miller Copyright (c) 2021 Corinna Massek, Petra Josting, Susanne Miller https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.herausforderung-lehrerinnenbildung.de/index.php/hlz/article/view/3420 Mi, 14 Apr 2021 00:00:00 +0000