Raumveränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Wie die Didaktische Rekonstruktion an der Hochschule fachdidaktisches und fachliches Wissen bei Studierenden des Lehramtes Primarstufe fördern kann

Autor/innen

  • Karin Huser Pädagogische Hochschule Zürich; Universität Zürich
  • Kai Niebert

DOI:

https://doi.org/10.11576/hlz-2701

Schlagworte:

fachdidaktische Forschung, Geographiedidaktik, Lehrpersonenausbildung, Raumverständnisse von Lehramtsstudierenden

Abstract

Dieser Beitrag analysiert, wie fachliches und fachdidakti-sches Wissen zum Lerngegenstand „Raumveränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ in der fachdidaktischen Hochschullehre adaptiver vermittelt werden kann. Als Forschungsrahmen dient das Modell der Didaktischen Rekonstruktion, bei dem fachliches und fachdidaktisches Wissen von Lehramtsstudieren-den und Expert*innen wechselseitig verglichen und so der Lernbedarf ermittelt wird. Bezogen auf deutschsprachige, geographiedidaktische Anforderungen zeigen Studierende des Studiengangs Primarstufe am Ende des Studiums (in der Schweiz ein Bachelorstudium) ein unzureichendes Raumverständnis. Die Befragten vermeiden tendenziell bedeutsame geographische Inhalte, die systemisches Denken fördern sowie das Nachdenken über Gestaltungs- und Verhaltensmöglich-keiten in der Zukunft ermöglichen. Das zu einseitige Alltagskonzept des „Räume-Betrachtens“ sollte dahingehend erweitert werden, dass Studierende sich selbst – durch alltägliche konsumtive Handlungen – als mitgestaltender und mitverantwortlicher Teil des Raumes begreifen und dies auch ihren Schüler*innen stufengerecht vermitteln.

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Veröffentlicht

2021-02-26