Kritisch-reflexive Professionalisierung in schulischen Praxisphasen

Fünf Reflexionsangebote und ihre wissenschaftliche Begleitung im Rahmen des bildungswissenschaftlichen Lehramtsstudiums an der Universität Bielefeld

  • Jan Christoph Störtländer Universität Bielefeld
  • Wiebke Fiedler-Ebke Universität Bielefeld
  • Eiko Jürgens Universität Bielefeld
  • Lilli Kindsvater Universität Bielefeld
  • Denise Klenner Universität Bielefeld
  • Catania Pieper Universität Bielefeld
  • Nicole Valdorf Universität Bielefeld
Schlagworte: Universitäre Lehrer_innenbildung, schulische Praxisphasen, Professionalisierung von Lehramtsstudierenden

Abstract

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Universität Bielefeld (Biprofessional) bündelt das Cluster „Kritisch-reflexive Praxisorientierung“ unterschiedliche Angebote von schulpraktischen Studien sowohl in der Bachelor- als auch in der Masterphase. Ziel der kontinuierlichen Verknüpfung von schulischer und wissenschaftlicher Praxis in den einzelnen Maßnahmen ist es, über eine kontinuierliche Reflexion dieser Verknüpfung pädagogische Professionalität anzubahnen und Professionalisierung zu fördern. Hierbei werden neben den verschiedenen Praktikumsangeboten auch unterschiedliche Reflexionsangebote und -verfahren eröffnet (z.B. systemisch-lösungsorientiert, strukturtheoretisch und psychonanalytisch-supervisorisch), wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das Cluster und die einzelnen Maßnahmen werden im folgenden Beitrag detailliert vorgestellt (Praxisphase; Studienphase; Merkmale; Zielgruppe; Dauer; Professionalisierungsverständnis; Reflexionsanlass und Reflexionsformate) und kritisch-systematisierend in den Gesamtdiskurs zu Praxisphasen in der Lehrer_innenbildung sowie zur Rolle der Reflexion in der Lehrer_innenbildung eingeordnet. Folgend ist es möglich, auch auf der Grundlage erster Evaluationsergebnisse und Befunde, zentrale Merkmale und Besonderheiten des spiralcurricular aufgesetzten Angebotes des Clusters zur kritisch-reflexiven Praxisorientierung auszuweisen sowie eine Reihe von „Sollbruchstellen“ zu markieren, die notwendigerweise aus institutionell „verordneter“ Reflexion hervorgehen. Hieraus lässt sich zudem eine Reihe von Entwicklungsperspektiven und Forschungsdesideraten ableiten, die abschließend zur Diskussion gestellt werden.

Veröffentlicht
2020-01-28